Gegner sehen A22 auf der Überholspur

bo Uelzen/Lüneburg. Die A39-Gegner nehmen einen Antrag von CDU und FDP im niedersächsischen Landtag zum Anlass, erneut die Finanzierbarkeit der geplanten Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg in Zweifel zu ziehen. Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen verweist dabei auf einen Artikel der Nord-West-Zeitung, nach dem die beiden Regierungsfraktionen den Bau der Küstenautobahn A22 beschleunigen wollen. Darin heißt es, CDU und FDP wollen die A22 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufrücken lassen.

Im August habe das niedersächsische Verkehrsministerium bei einer Veranstaltung der Straßenbaubehörde in Uelzen noch von einer angeblichen Gleichrangigkeit von A22 und A39 gesprochen, erinnern die Autobahngegner. Seinerzeit sei darauf verwiesen worden, dass die A22 noch im "weiteren Bedarf" sei. Nun solle die A22 auch zeitlich vorgezogen werden.

Dachverbandssprecherin Annette Niemann folgert daraus, nun müssten "auch die hartnäckigsten A-39-Befürworter die Nichtfinanzierbarkeit der A 39 eingestehen, sie aus dem Verkehrsplan ziehen und sich dringlich für den alternativen Ausbau vorhandener Verkehrswege einsetzen". Es gehe nicht an, dass "kommunalpolitische Alt-Befürworter der A39" bereit seien, "die Zukunft unserer Region für ihr dogmatisch-eigensüchtiges Festhalten an einem längst überholten Prestigeprojekt" zu opfern.

Erschienen: 03.12.2008: AZ / TZ / Seite:2

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