Ganz unscheinbar . . .

. . . lag es auf dem Bürgersteig vor der Einfahrt zur Uelzener Sternschule: ein noch ziemlich gut erhaltenes Zehn-Pfennig-Stück. Uhlenköper blickte es verwundert an und hob es danach freudestrahlend auf.

Mehr als neun Jahre nach Einführung des Euro wieder einen echten Groschen in der Hand zu halten, stimmte ihn ein wenig sentimental. Doch aus wessen Geldbörse oder Hosentasche stammte wohl der unerwartete Fund? Trug jemand noch Restbestände der alten Währung mit sich herum und verteilte diese in der Stadt – um den Findern den Wert der guten alten D-Mark vor Augen zu führen? Oder lag der Groschen, der übrigens 1991 geprägt wurde, schon seit dem vergangenen Jahrtausend auf dem Bürgersteig und wurde seitdem von Fußgängern und Straßenkehrern beharrlich übersehen? Das würde die Uelzener Stadtreinigung jedoch in kein besonders schmeichelhaftes Licht rücken. Aber dafür war die Münze noch zu blank – ohne Spuren von Rost, Kratzern oder Schmutz. Auf jeden Fall trägt er das Zehn-Pfennig-Stück seitdem stolz in seinem Portmonee mit sich herum und freut sich über das Souvenir aus längst vergangenen Zeiten, der Uhlenköper.

Kommentare