Früh am Morgen...

. . . hat er es sich neuerdings angewöhnt, die Bewohner des Hauses zu terrorisieren: der an dieser Stelle schon viel beschriebene Kater von Uhlenköper.

Erst positioniert er sich, schalltechnisch günstig, unten mitten im Flur, holt tief Luft, um dann einmal aus tiefstem Herzen zu mauzen. Uhlenköper hört das natürlich – ist es doch schon etwas nervtötend, früh um 5 derart forsch aus den Federn zitiert zu werden. Doch er stellt sich taub, dreht sich um und versucht, wieder einzuschlafen. Aber nicht mit seinem Kater! Der nimmt nun alle Kräfte zusammen, quakt und mauzt, was die Stimmbänder hergeben und fordert unnachgiebig Aufmerksamkeit. Bis unserem Mann nichts anderes übrig bleibt, als aufzustehen, ihm sein Fressen auf die Terrasse zu stellen – weil er ja sonst zehn Minuten später wieder aufstehen müsste, um den Stubentiger hinauszulassen – und wieder nach oben ins Schlafzimmer zu schleichen. Die Nacht ist dann aber meist doch zu Ende: Erstens erregt der Kater den Unmut der schon im Baum wartenden Eichelhäher, die das mit dem Futter draußen schon spitz bekommen haben – die machen ein Theater! Bis sich irgendwann der Kater sattgefressen auf Streifzug durch die Gärten macht. Während seiner Abwesenheit hopsen dann die Vögel über die Terrasse – und sind dabei auch nicht lautlos: Sie mauzen wie Katzen! Hat festgestellt ein darüber etwas verstörter.

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