Brand auch bei Klein Bünstorf / Zusätzliche Verspätungen auf Strecke Hamburg - Hannover / Autonome bekennen sich im Netz zu Taten

Feuer in Kabelschächte der Bahn – Brandstiftung

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Am Samstagmorgen gegen 5 Uhr wurde die Feuerwehren alarmiert. Zwischen Klein Bünstorf und Nassennottdorf.

nre Bad Bevensen-Klein Bünstorf. Die Polizei geht bei einem Feuer in einem Kabelschacht an der Eisenbahnbrücke zwischen Klein Bünstorf und Nassennottdorf am frühen Samstagmorgen von Brandstiftung aus. Das bestätigte die Polizeisprecher Antje Freudenberg der AZ.

Nähere Angaben wollte sie nicht machen. Nur soviel: Die Ermittlungen laufen.

Wie Nachrichtenagentur dpa mitteilt, haben im Internet „Autonome Gruppen“, dass sie mit der Sabotage an den Tod eines Franzosen bei einem Castortransport aus dem französischen La Hague ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben vor zehn Jahren erinnern wollten. Der Staatsschutz ermittle.

Ein Bahnsprecher erklärte gegenüber der AZ, es habe insgesamt fünf Brände in Kabelschächten am Samstag in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gegeben. Die Schäden an den Kabelschächten haben neben dem Streik zu zusätzlichen Verspätungen im Personenverkehr geführt, weil Fernzüge teils umgeleitet werden mussten. Auf der Strecke Hamburg-Hannover galt trotz des Endes des Streikes um 18 Uhr weiterhin der von der Bahn erarbeitete Ersatzfahrplan. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass bis Montag zu Betriebsbeginn die Schäden behoben sein werden und Schienenverkehr in gewohnter Weise erfolgen kann.

Im Juli war bereits ein Fall einer Brandstiftung an einem Kabelschaft der Deutschen Bahn im Bahnhof Meckelfeld bekannt geworden. In diesem Fall hatten die Polizeiinspektion Harburg und das Hamburger Landeskriminalamt die Ermittlungen aufgenommen (AZ berichtete).

Einen Ausführlichen Bericht zu den Brandstiftungen lesen Sie am Montag in der Druckausgabe der

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