IHK erwartet zügigen Bau der A39

bs Uelzen/Landkreis. "Die Bundesregierung unterstreicht die Notwendigkeit, aber auch die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens. Wir sehen damit unsere Forderung nach einer zügigen Realisierung bestätigt." Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, begrüßt die Antwort des Bundes auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Nutzen-Kosten-Berechnung der geplanten Autobahn 39.

Das Bundesverkehrsministerium geht laut Zeinert davon aus, dass die ursprüngliche Verkehrsprognose mit 17000 bis 23000 Fahrzeugen pro Tag für das Jahr 2015 aufgrund aktuellerer Prognosen für 2025 nach oben zu korrigieren ist. Realistisch seien 33000 bis 41000 Fahrzeuge, darunter 10000 bis 12000 Lastwagen. Die Zahlen für die A 39 liegen damit deutlich über den Vergleichswerten der A 14 Magdeburg-Schwerin.

Das Ministerium geht weiter von einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,8 aus, weist aber darauf hin, dass mögliche Kostensteigerungen dieses verringern könnten. "Ich teile die Auffassung des Ministeriums, dass auch eventuelle Kostensteigerungen die Bauwürdigkeit des Projekts nicht verändern werden", sagt Zeinert. Es sei "eine durchsichtige Strategie der Gegner, durch die Forderung nach gesetzlich nicht vorgeschriebenen Maßnahmen die Kosten in die Höhe zu treiben und anschließend die Wirtschaftlichkeit in Frage zu stellen. Hier müssen wir deutlich zwischen Pflicht und Kür unterscheiden", erklärt Zeinert.

Im Übrigen werde der Nutzen der A 39 wesentlich davon abhängen, ob die Region die Chancen, die der Autobahnbau biete, auch nutze. Die Kommunen entlang der geplanten Trasse sollten sich jetzt Gedanken über Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen machen, fordert Zeinert. "Die A 39 kann ein Motor für Wachstum und Arbeitsplätze sein, aber das wird nicht von allein funktionieren."

Erschienen: 09.12.2009: AZ / 288 / Seite:2

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