Auf den ersten Blick...

. . . sah er aus wie ein grauer Fusselhaufen, der kleine Waldkauz, der plötzlich am Straßenrand vor Uhlenköpers Auto auftauchte.

Unser Mann legte eine Vollbremsung vor dem wuscheligen Vogel hin und stieg aus – natürlich wollte er verhindern, dass nachfolgende Autos den Knirps überfahren. Also langsam auf das Käuzchen zugegangen, um es zu retten. Um es vorweg zu nehmen: Natürlich weiß Uhlenköper, dass der Nachwuchs seiner Artverwandten hin und wieder am Boden hockt – und das auch ruhig darf und soll. Kein Grund zur Beunruhigung, man soll die gefiederten Jungtiere einfach sitzen lassen. Aber am Straßenrand muss es ja nun doch nicht sein, dachte sich unser Mann. Zur Rettungsaktion kam es allerdings nicht mehr: Als er das Tierchen mit den knallorange leuchtenden Kulleraugen anfassen wollte, pluserte sich selbiges auf das Doppelte seines normalen Körpervolumens auf, spreizte die Flügel vom Körper ab und begann drohend mit dem Schnabel zu klappern. Oha, dachte sich Uhlenköper, Respekt! Also holte er schnell schützende Handschuhe. Doch als er zurückkam, war der Kauz nicht mehr da. Weg. Weggeschlendert vermutlich. Auf jeden Fall nicht überfahren, ist froh über die Vogel-(selbst)rettung, der.

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