Die ersten...

. . . Wildvögel haben sich vor Uhlenköpers Wohnzimmerfenster bereits häuslich eingerichtet. Mit dem Fallen der Blätter von den Bäumen hatten sie sich in die Äste gehockt und – so kam es unserem Mann vor – fordernd durch die Fensterscheiben geguckt.

Als würden sie sagen wollen: „Nun los, beweg dich, wir sind wieder da!“ Und weil Uhlenköper weiß, was ihr Begehr ist, ließ er sich auch nicht lumpen und tischte auf: Sonnenblumenkerne, geröstete Haferflocken und zersplitterte Erdnüsse. Blau- und Kohlmeisen, ein Blutspecht, Amseln, Eichelhäher und Rotkehlchen laben sich also ab sofort an seinen Gaben. Und auch wenn er weiß, dass man nicht zu früh mit der Fütterung beginnen soll, weil die Wildvögel sich gefälligst noch selbst ihre Nahrung suchen sollen – er bringt es nicht übers Herz, sie da so hungrig hocken zu lassen. Schließlich wissen sie doch, dass unser Mann jeden Winter für sie sorgt. Und außerdem kann er auch ihre bohrenden Blicke nicht ertragen, die ihn bei Nichtfütterung von den kahlen Ästen durchs Wohnzimmerfenster treffen, den.

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