Einen roten Daumen...

. . . hat der Uhlenköper, wenn man einen roten Daumen als Gegenstück zum sprichwörtlichen grünen Daumen verstehen möchte. Bisher sind sämtliche Versuche, Pflanzen aufzuziehen, in Bausch und Bogen gescheitert.

Rosen, Stiefmütterchen, Dahlien und wie auch immer diese bunten und grünen Dinger aus der Natur heißen, sind dafür da, sie Frauen zu schenken, findet der Uhlenköper. Denn Frauen wiederum sind dafür da, beschenkt zu werden. Nur weit weg mit dem Grünzeug, in seinen Händen stirbt es sonst. Auch Kakteen hat der Uhlenköper mit absoluter Zuverlässigkeit bisher in den Tod getrieben, selbst eine wüstenharte „Rose von Jericho“ ist unter seiner Obhut kläglich verreckt.

Bis jetzt war das so. Nun hat der Uhlenköper einen Balkon. Und seine Liebste hat den in Beschlag genommen, grünes Zeugs in Küpeln gepflanzt, und nun muss er sich kümmern.

Morgens und abends schaut er, steckt seinen Finger prüfend in die Erde, fühlt Blätter, gießt nach, spricht liebevoll auf Tomaten und eine... ein... sone Blume halt ein. Und alles wächst und gedeiht. Die Tomaten haben die Größe von Äpfeln und werden zusehends röter. Und sein Daumen grüner. Glaubt der

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