Auf eine harte Probe . . .

Uhlenköpers Texte stehen auch im Internet unteraz-online.de/lokales/kolumnen.

. . . waren in den beiden letzten Tagen dieser Woche mal wieder die Pendler gestellt, nachdem die Lokführer des Metronom beschlossen haben, zu streiken und ihre Fahrgäste, die ihnen ja letztlich den Lohn zahlen, mal wieder nicht zu transportieren.

Doch auch Kunden der Deutschen Bahn haben es nicht leicht angesichts sturer Beamtenmentalität. Beispiel gestern Vormittag der Intercity um 9 Uhr von Lüneburg nach Uelzen. Fünf Minuten Verspätung werden unmittelbar vor der Abfahrt angezeigt. Es wird 9.10 Uhr, die ersten Reisenden werfen nervöse Blicke zur Anzeigetafel. Dort stehen jetzt plötzlich 15 Minuten. Doch der erfahrene Bahnreisende ahnt: Das ist nicht die ganze Wahrheit – die Bahn wendet mal wieder ihre „Häppchen-Strategie“ an. 9.20 Uhr: Kein Zug zu sehen. Dafür verschwindet der Intercity plötzlich von der Anzeigetafel, stattdessen ist dort zu lesen, dass der nachfolgende Streik-Metronom ausfällt. 9.25 Uhr: Der Intercity steht wieder dran, mit 25 Minuten Verspätung. Die sind schon rum, doch ein Zug ist nicht zu sehen. Um 9.30 Uhr nähert sich dann tatsächlich ein Intercity, aus den fünf Minuten sind 30 geworden. Und die Bahn hat einmal mehr bewiesen, dass man die Kunden auch dann zur Weißglut treiben kann, wenn nur die Konkurrenz streikt, stellt fest der Uhlenköper.

Kommentare