„Ein wichtiger Schritt

Kleine Veränderungen (rot markiert) hat es zugunsten von Wohnsiedlungen, landwirtschaftlichen Strukturen und Naturschutzbelangen in der Ostheide, bei Oetzendorf und Oetzen, westlich von Hanstedt II und südlich von Bodenteich gegeben. Karte: Regierungsvertretung Lüneburg

Von Marc RathLüneburg/Uelzen. "Es ist ein gutes Ergebnis" und "ein wichtiger Schritt", betonte Niedersachsens Raumordnungs-Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke (CDU), als er gestern in der Regierungsvertretung Lüneburg den 300 Seiten starken roten Ordner mit der landesplanerischen Feststellung der Trasse für die A 39 entgegennahm.

Die 110 Kilometer lange Route birgt keine Überraschungen mehr (AZ berichtete). Nun kann das Land beim Bund die Streckenfestlegung beantragen. Parallel dazu werden bereits Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren getroffen, mit dem 2008 begonnen werden soll. In wie viele Abschnitte die Trasse dabei aufgeteilt wird, ist noch offen. Die Straßenbauplaner des Landes gehen davon aus, dass der erste Spatenstich für das mehr als 600 Millionen Euro umfassende Straßenbauprojekt nicht vor 2013 erfolgt. Baubeginn werde voraussichtlich an beiden Autobahnanschlüssen in Lüneburg und Wolfsburg sein.

Der Staatssekretär sieht bis dahin in den betroffenen Gebieten noch massiven Regelungsbedarf: "Wegen der erheblichen Eingriffe in die Raumstrukturen sind umfangreiche landwirtschaftliche Flurneuordnungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Landschaft und Naturschutz nötig", bekräftigte er. Auf 40 der 110 Kilometer verlaufe die Trasse entlang der vorhandenen Infrastruktur – 11 Kilometer auf der B 4, 18 am Elbe-Seitenkanal und 11 am VW-Testgelände – hob Ripke hervor.

Die Osttrasse der A 39 habe sich am Ende dieses Verfahrens nicht zuletzt auch deshalb durchgesetzt, weil sie "in einer sehr zügigen Variante", so der Staatssekretär, Uelzen und Wittingen mit Lüneburg und Wolfsburg und deren Autobahnen verbinde. Dies werte auch die Hafenstandorte beider Städte auf.

Das Straßenbauprojekt sei damit eine wichtige Ergänzung für den Gütertransport von den Nordseehäfen Richtung Osteuropa. "Wir brauchen die A 39 in Niedersachsen", bekräftigte Ripke, dass die Verkehrs-Großprojekte im Land – A39, A 22 und Y-Trasse – eine Einheit seien.

Erschienen: 30.08.2007: AZ / TZ / Seite:1

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