gwk feiert Richtfest für 3,1-Millionen-Euro-Projekt  / Fertigstellung zum Jahresende

Wohnpark für alle Generationen in Ebstorf

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gwk-Geschäftsführer Ronald Schack (Mitte, vorn) begrüßte Offizielle, Handwerker und künftige Mieter zum Richtfest.

Ebstorf. Nachdem sich die gwk (Gesellschaft für Wohnungsbau des Landkreises Uelzen) seit mehreren Jahren ausschließlich auf die Instandhaltung und Sanierung vorhandener Wohnungen konzentriert hat, ist sie jetzt mit dem „Wohnpark Ebstorf“ wieder in das Neubau-Segment eingestiegen.

Genau die richtige Entscheidung im richtigen Moment, wie gwk-Geschäftsführer Ronald Schack und Aufsichtsratsvorsitzender Claus-Dieter Reese gestern Nachmittag beim Richtfest des Wohnparks feststellten. Denn für die 20 Wohnungen, die an der Ebstorfer Bahnhofstraße entstehen, gibt es 80 Bewerber.

Der Name „Wohnpark“ werde Programm sein, versprach Ronald Schack. Denn die 53 bis 63 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnungen sind um vier hofartige Plätze herum gruppiert und haben allesamt Terrassen und Zugänge zum Garten. Rund 3,1 Millionen Euro wird die gwk am Ende in das Projekt investieren – zwei Drittel davon bezuschusst das Land Niedersachsen.

Mit einem zünftigen Spruch und kräftigen Hammerschlag richteten die Zimmerleute das Wohnpark-Gebäude.

Nachdem anfängliche Probleme mit dem Baugrund gelöst worden waren, gab es Ende vergangenen Jahres den ersten Spatenstich. Ende dieses Jahres soll der Wohnpark fertig gestellt sein, so Schack. „Wir schaffen hier eine Wohnanlage für jedes Alter“, betont der gwk-Geschäftsführer, „denn die typischen Seniorenwohnungen will heute niemand mehr.“ Claus-Dieter Reese sieht das genauso: „Hier bietet sich das Wohnen für Generationen an, die Wohnungen sind für ältere Menschen ebenso attraktiv wie für jüngere, die gerade erst starten.“ Mit dem Neubau-Projekt gehören die einstigen barackenähnlichen Gebäude der Geschichte an, die zuvor auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück gestanden hatten. Alle damaligen Mieter habe man in die Entscheidungsprozesse eingebunden, erinnert Ronald Schack, alle hätten neue Zuhause gefunden – die meisten wieder in Ebstorf. Und auch gestern Nachmittag bereiten sich die ersten potenziellen Mieter im Wohnpark Ebstorf gedanklich auf ihr neues Heim vor. Da werden Zollstöcke gezückt, um die Wandlänge fürs Sofa auszumessen, oder in Gedanken schon mal Sessel vors bodentiefe Fenster gerückt. Und auch wenn bei dem einen oder anderen ein bisschen Wehmut mitschwingt, weil er das alte große Haus mit Hof und Garten zurücklässt – die Vorfreude auf die neuen Zuhause ist spürbar.

Von Ines Bräutigam

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