Rund um Ebstorfs historischen Schatz fand ein spiritueller Workshop statt

Mit der Weltkarte zur Lebenskarte

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Teilnehmer des Weltkartenworkshops in Ebstorf haben eine eigene Lebenskarte entwickelt. Foto: privat

Ebstorf. Es wurde gewerkelt, geklebt, geschrieben, aber auch gelacht und erzählt: Teilnehmer des Weltkartenworkshops im Klosterflecken Ebstorf haben eine eigene Lebenskarte geschaffen.

Der Theologe und Seelsorger Hans-Peter Hellmanzik entwickelte zusammen mit der Touristikerin in Ebstorf die Idee, ein alleiniges Angebote rund um die Weltkarte und von ihr ausgehend einen Workshop anzubieten. Kürzlich fand nun ein Probelauf mit einer Gruppe von zwölf Personen statt.

Die Teilnehmer – aus nah und fern angereist – erlebten die Weltkarte im Ebstorfer Kloster bei stimmungsvollem Kerzenlicht und sakraler Musik, bevor Michael Heinrich aus kunsthistorischer Sicht in das Mittelalter eintauchte und Angela Geschonke die Karte präsentierte. Viele Ideen und Gedanken entwickelten sich an diesem Tag – auch beim gemeinsamen Essen und Beisammensein in der Woltersburger Mühle.

Dort verbrachte die Gruppe den Tag. Den Impuls für den Tag gab Hans-Peter Hellmanzik mit der Frage nach der eigenen Spiritualität, nach dem Sinn und dem „Dorthingelangen“. „Wie gehe ich mit der Karte um, wie erreiche ich Kontemplation in meinem Leben, indem ich mich einem Bild hingebe und eine eigene Lebensanschauung entwickle? Indem ich ruhig und aufmerksam werde, um dadurch eine Bewusstseinserweiterung anzustreben?“, waren seine Fragen an sich und die Teilnehmer.

Ein offenes Gespräch entstand und danach eine intensive Beschäftigung mit der Karte, die in der Gestaltung einer gemeinsamen, aber dennoch für jeden Einzelnen der Gruppe eigenen Karte mündete. Es war eine besondere Erfahrung für die Teilnehmer und auch für die Begleiter dieser drei Tage.

Der Abschluss des Weltkarten-Workshops fand am zweiten Tag im Ebstorfer Kloster statt – und zwar mit der Übergabe der Karte an die Äbtissin des Klosters, Erika Krüger, die auch die Schirmherrschaft für das Projekt übernahm. Sie gewährte den Teilnehmern dann noch besondere Einblicke in das Dormitorium, das ehemalige lange Schlafhaus.

Beim Abschied wurde den Referenten das Versprechen abgenommen, dieses Angebot jetzt regelmäßig anzubieten.

Michael Heinrich gestaltete aus der „neuen“ Lebenskarte eine Postkarte. Neben der meditativen Wanderwoche der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) wird im nächsten Jahr erstmalig auch dieses spirituelle Angebot im neuen Gastgeberverzeichnis der Vitalheide vertreten sein.

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