Ebstorfer Oberschüler rekapitulieren Schulzeit

Wehmut, Tränen und Liebesbekenntnisse

Schülervertreterinnen nahmen stellvertretend für die Klassen Abschied. Foto: Jansen

aja Ebstorf. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gingen sie, versicherten die Schüler der Oberschule Ebstorf bei ihrer Schulentlassungsfeier. Dabei waren der weinenden Augen doch noch mehr.

Mit Kloß im Hals versuchten sich gleich drei Schülerinnen an der sorgfältig vorbereiteten Rede, mit der sie sich in dankbarer Gesinnung von ihren Lehrern verabschieden wollten. Als die Stimme tränenerstickt versagte, sprang die nächste Absolventin hilfreich heran. Große Wehmut prägte die Entlassungsfeier der rund 70 Schüler der Oberschule Ebstorf.

Klassenweise zogen die drei zehnten Klassen und eine Gruppe Hauptschulabsolventen vor der Veranstaltung noch recht übermütig in den festlich geschmückten Saal des Ebstorfer Schützenhauses ein. Doch schon nach den ersten Worten des stellvertretenden Schulleiters Johannes Vogt-Krause zu den vielen Erinnerungen der letzten sechs Jahre flossen die ersten Tränen. Und nicht nur die Schüler, sondern auch den Lehrern fällt es nicht leicht, „jetzt loszulassen“, versicherte Vogt-Krause. „Wir wissen ja, dass Sie uns alle lieb hatten“, bestätigten die Schüler am Rednerpult und würdigten den individuellen Einsatz ihrer Lehrer: „Die tägliche Erinnerung, dass das englische Ich groß geschrieben wird, dass das Wort Himbeerbonbons sich besser anhört als die klassischen Schimpfwörter und sie auch irgendwann eingesehen hatten, dass Schule auch ohne Hausaufgaben Spaß macht.

Die Oberschule ist für alle Schüler da, bis auf diejenigen, die zum Gymnasium gehen, betonte Vogt-Krause, „für schwache, aber auch für starke Schüler, die ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden“. Vor allem hob Vogt-Krause auf die umfassende Vorbereitung auf das Berufsleben ab, der sich die Lehrer der Oberschule Ebstorf gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung in besonderer Weise widmet. „Wer nichts weiß, muss alles glauben“, wünschte Vogt-Krause allen, dass sie das Erlernte auch immer so einsetzen, dass sie den für sie richtigen Weg einschlagen. Nachdem alle Lehrer ihre Geschenke von den Schülern entgegen genommen hatten, waren die Zeugnisse schon vergessen. „Hoppla, da fehlt doch noch was?“ – da lag der Stapel schon bereit, den sich alle Absolventen mit den Glückwünschen abholen durften.

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