Waldemar ohne Dampfsauna?

Das Waldemar kann zurzeit noch mit drei Saunen aufwarten. Dieser Luxus kann nur erhalten bleiben, wenn für die Reparatur der Dampfsauna Geld in die Hand genommen wird.

Ebstorf -  Von Wiebke Brütt. Wird das Ebstorfer Waldemar auch weiterhin Badegäste mit gleich drei Saunen beglücken können? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf auf seiner jüngsten Sitzung im Rathaus.

Denn die Technik der Dampfsauna macht schlapp. Nach 20 Jahren ist der Verdampfer kaputt. Da die Herstellerfirma keine Ersatzteile mehr für das Modell anbietet, müsste ein neues Gerät angeschafft werden. „Die Technik muss komplett ausgetauscht werden. Das würde genau 5290 Euro kosten“, erklärte Sachbearbeiterin Sabine Krause.

In den Haushaltsplan 2010 sind jedoch nur 4300 Euro für die Unterhaltungsarbeiten für Maschinen und Anlagen des Waldemars eingestellt worden. Darum bedarf es zusätzlicher Beratungen und schließlich einer Genehmigung des Rates, bevor die Verwaltung das Geld für diese Maßnahme in die Hand nehmen darf.

Die Vertreter aller Fraktionen taten sich im Bauausschuss angesichts der angespannten Haushaltslage der Samtgemeinde mit einer Empfehlung in dieser Sache äußerst schwer. „Ich denke, der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Tourismus sollte erst einmal darüber beraten, ob die Dampfsauna grundsätzlich ausreichend genutzt wird. Nur dann macht die Investition Sinn“, brachte Ausschussvorsitzender Hagen Tetzlaff (CDU) die Bedenken der Politiker auf den Punkt.

Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Krause merkte an, dass die Dampfsauna zwar benutzt wird, jedoch nicht im selben Maße, wie die beiden anderen Saunatypen im Waldemar.

Das bestätigte Schwimmmeister Dominik Wolf, gleichzeitig verdeutlichte er aber, dass auch eine Reperatur der Dampfsauna seine Berechtigung hätte: „Natürlich wird die Dampfsauna weniger genutzt als die große Blocksauna. Aber besonders Frauen und Asthmatiker gehen dort sehr gerne hinein. Ihnen tut die hohe Luftfeuchtigkeit gut.“

Das Thema soll nun zuerst im Ausschuss für Tourismus und öffentliche Einrichtungen beraten werden. Stellen die Ausschussmitglieder dort fest, dass die Dampfsauna grundsätzlich zur Attraktivität des Bades erhalten bleiben sollte, gibt der Bauausschuss auch grünes Licht. In einem nächsten Schritt müssen die zusätzlichen Ausgaben dann noch vom Samtgemeindeausschuss beraten werden.

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