Gerdauer Schülerinnen ziehen auf eigene Initiative von Haus zu Haus

177 Unterschriften für Radweg

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Die Bargfelder und die Gerdauer wünschen sich einen Radweg: Thea (2. von links) und Milana übergeben Friedhelm Schulz und Anne Contermann die Unterschriftenliste.

Bargfeld/Gerdau. 177 Unterschriften für einen Radweg haben Thea und Milena zusammengetragen: 53 in Bargfeld, 99 in Gerdau und 25 in der Schule.

Drei Tage lang waren die beiden Schülerinnen in ihren Heimatorten Bargfeld und Gerdau unterwegs – und genau zwischen diesen beiden Orten wünschen sie sich den Radweg. Denn Thea und Milena sind Freundinnen und würden gerne öfter miteinander spielen – wenn sie könnten. Um sich unkompliziert besuchen zu können aber brauchen sie den Radweg – und so zögerten die beiden Neunjährigen nicht lange und machten sich auf die Suche nach Mitstreitern. Ganz allein entwarfen sie eine Unterschriftenliste, warben in ihrer Schule in Gerdau für ihr Vorhaben und gingen kurzerhand auf Unterschriftensammlung. „Wir haben einfach geklingelt, die meisten Leute waren freundlich. Nur einer hat nicht unterschrieben“, erzählen die Beiden.

Ganz allein stehen Thea und Milena mit ihrem Wunsch natürlich nicht, denn schon seit Jahren wünschen sich die Bargfelder eine sichere Verbindung in den Nachbarort mit Grundschule und Kindergarten. Nun sind sie dank Thea und Milena wieder einen Schritt weiter gekommen. Bei der Übergabe der Unterschriftensammlung an Ratsfrau Anne Contermann und Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz sicherten diese den beiden kleinen Aktivistinnen ihre Unterstützung zu. „Der Radweg wird gebaut“, sagte Friedhelm Schulz. Ein wenig Geduld bat er sich noch aus, denn zunächst müsse die Kreisverwaltung überzeugt werden, aber „ohne euch würde das viel länger dauern“, war er sich sicher. Thea und Milena werden ihn beim Wort nehmen.

Von Christine Kohnke

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