Prüfer listet 27 Mängel in der Elektroinstallation auf / Bauamtsleiter behält Kosten lieber für sich

TÜV-Bericht fürs Rathaus wird teuer

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Der unbedarfte Besucher des Ebstorfer Rathauses kann keinen Sanierungsbedarf erkennen. Die Elektroinstallation weist allerdings laut TÜV zahlreiche sicherheitsrelevante Mängel auf.

Ebstorf. Das Flair der Siebzigerjahre umweht das Ebstorfer Rathaus. Seit vierzig Jahren steht der schroffe Betonklotz im historischen Klosterflecken.

Nach dem Motto raue Schale, weicher Kern entfaltet das Verwaltungsgebäude mit seinen offenen Räumen einen gewissen Charme, besonders seit vor vier Jahren im Erdgeschoss der Bürgerservice eingerichtet wurde. Jetzt wird es jedoch brenzlig. Ein Bericht des TÜV Nord listet 27 sicherheitsrelevante Mängel in der Elektroanlage auf. Und das wird teuer. Mit dieser Mitteilung überraschte Bauamtsleiter Roland Klewwe am Mittwochabend in Bevensen die Mitglieder des Samtgemeinde-Bauausschusses.

Charme der Siebzigerjahre: Das Ebstorfer Rathaus.

„Die Hauptverteilung ist stark veraltet. Es bedarf einer generellen Überholung“, schreibt der TÜV. Auch von zu schwachen Kabeln und Sicherungen sowie von Mängeln bei der Sicherheitsbeleuchtung für den Brandfall ist in dem Prüfbericht die Rede. Der liegt dem Bauamt bereits seit Jahresbeginn vor, räumt Klewwe gegenüber der AZ ein. Weil es sich um derart massive Mängel handele, habe man zunächst ein Planungsbüro aus Winsen ermitteln lassen, was es kostet, die gesamte Elektroinstallation auszutauschen. Der Kostenvoranschlag fiel so hoch aus, dass der Bauamtsleiter die Summe lieber nicht nennen wollte.

Von Gerhard Sternitzke

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