Ebstorfs neue Kantorin Annika Köllner tritt am 1. April ihre Stelle an und hat ungewöhnliche Hobbys

Tagsüber Orgel spielen, abends Metal hören

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Annika Köllner, Ebstorfs neue Kantorin, spielt auch mal ungewöhnliche Melodien an der Orgel – wie etwa Musik von Computerspielen wie „Super Mario“ oder „Zelda“.

Ebstorf. Wenn Ebstorfs neue Kantorin Annika Köllner abschalten möchte, hört sie Metal. Auch sonst können sich die Ebstorfer bei der 27-Jährigen auf einiges gefasst machen, die auch schon mal „Super Mario“ in einem Konzert erklingen lässt.

Sie wird ihre neue Stelle an der Klosterkirche Ebstorf am 1. April antreten.

„Ich denke, dass Leute durch so etwas in die Kirche gelockt werden, die ansonsten eher wenig mit ihr am Hut haben. Musik kann das schaffen“, sagt die aus Springe am Deister stammende Kirchenmusikerin. Sie habe gehört, dass die Ebstorfer für moderne Musik offen seien und das passe auch zu ihrer eigenen Auffassung.

Bei Konzerten werde sie also nicht nur Bach oder Buxtehude spielen, sondern eben auch von ihr selbst für die Orgel bearbeitete Musik, etwa von Computerspielen. „Beides wird bei bei mir seinen Platz finden. Die normalen und die ungewöhnlichen Dinge“, verspricht Annika Köllner, die seit ihrem neunten Lebensjahr regelmäßig Orgel in Gottesdiensten spielt und der schon früh klar war, dass sie Kirchenmusikerin werden möchte.

In Gottesdiensten die Orgel zu spielen, sei für sie ein Dienst an Gott und an den Menschen, die ihrer Musik lauschen. Damit dies auch gelingt, übt Annika Köllner täglich. Sie will möglichst jeden Tag einige Stunden an der Ebstorfer Orgel verbringen. Abends dann, um abzuschalten, höre sie Metal-Musik. „Das ist für mich ein Ausgleich von der Arbeit. Tagsüber Bach und abends Metal. Metal ist meine Leidenschaft“, schwärmt Annika Köllner, die zusammen mit ihrem Freund nach Barum zieht. Für Popmusik habe sie nichts übrig.

Die 27-Jährige hat aber noch ein ungewöhnliches Hobby: Sie und ihr Freund sind leidenschaftliche Freizeitparkbesucher. Dort haben es Annika Köllner vor allem die Achterbahnen angetan. „Der Adrenalinrausch gefällt mir und dass man sich einfach fallen lassen kann.“

Die Arbeit als Kantorin in Ebstorf wolle sie zunächst auf sich zukommen lassen, die Leute und ihre Vorlieben kennenlernen. Die Arbeit mit dem Kinderchor sei eine ihrer Aufgaben, auf die sie sich sehr freue. Doch bevor sie in Ebstorf beginnen kann, muss sie zunächst noch die Ostergottesdienste in Syke als Kantorin begleiten und schließlich ihren Umzug managen.

Von Lars Lohmann

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