DRK und Klosterflecken ziehen Bilanz nach dem ersten Jahr im Mehrgenerationenhaus Ebstorf

50 Stunden geöffnet

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Bis zu 20 Jugendliche besuchen abendlich den Jugendtreff im MGH.

Ebstorf. „Bis auf anfängliche Probleme, die es in jeder Ehe gibt, läuft es gut“, erklärt Ebstorfs Bürgermeister Uwe Beecken, angesprochen auf das Mehrgenerationenhaus (MGH) im Herzen des historischen Ortskerns.

Seit einem Jahr ist die Einrichtung in der Hand des DRK-Kreisverbands – und es läuft gut, wie Beecken meint. Der Mittagstisch und das Nachmittagsangebot würden angenommen. Aussagen, die bisher für das MGH nicht selbstverständlich waren. Mit dem Diakonischen Werk Jerusalem, das vor dem DRK das MGH betrieben hatte, war die Klosterfleckenpolitik weniger zufrieden. Immer wieder keimten Diskrepanzen über die Programminhalte oder die Herangehensweise des Diakoniewerks auf. Am Ende scheiterte die Zusammenarbeit an den Finanzen (siehe Kasten).

Der Klosterflecken trägt die Unterhaltungskosten für das Gebäude am Domänenplatz und unterstützt das DRK jährlich mit 25 000 Euro. Auf diesen Betrag hat die Politik die Einrichtung auch im Haushaltsplanentwurf 2014 gedeckelt. Ganz haben die finanziellen Mittel für den Betrieb 2013 nicht gereicht: „Wir haben 10 000 bis 12 000 Euro Unterdeckung im MGH. Ich werde das aber wieder rausholen“, erklärte Peter Vogt vom DRK-Kreisverband bei der vergangenen Sitzung des Familienausschusses des Klosterfleckens.

Ein Hauptziel habe das DRK im ersten Jahr in Ebstorf erreicht: möglichst lange Öffnungszeiten. Mindestens 20 Stunden pro Woche hatte sich das Team als Marke gesteckt, um das Haus zu einer kontinuierlichen Anlaufstelle für die Ebstorfer zu machen. Inzwischen hat das MGH wöchentlich sogar mehr als 50 Stunden geöffnet. Während im ersten halben Jahr vor allem Grundlagen- und Aufbauarbeit geleistet, also neue Strukturen geschaffen sowie ehrenamtliche Helfer geworben worden seien, sei die zweite Jahreshälfte laut DRK-Kreisverband vor allem durch den Leitungswechsel geprägt gewesen. Guido Wrage, der bisher das DRK-Mehrgenerationenzentrum in Uelzen geleitet hatte, übernahm die Stelle von Britta Montag-Jansen. Sie wird weiterhin in der Projektarbeit tätig sein.

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