Neue Verkaufsplätze: Ebstorfer Marktbeschicker rücken näher zusammen

Ja, wo stehen sie denn?

Gemüsehändler Harry Gründling steht mit seinem Stand auf dem oberen Winkelplatz. Fotos: Ph. Schulze

Heiko Rothe: „So sieht es super aus und man sieht, dass es ein Markt ist.“ Ebstorf. Wer gestern über den Ebstorfer Martkt geschlendert ist, hat es mit Sicherheit bemerkt und für alle anderen: Die Marktbeschicker haben sich neu sortiert. Zusammengerückt sind sie – und zwar nicht zufälltig, sondern dahinter steckt System.

Heiko Rothe: „So sieht es super aus und man sieht, dass es ein Markt ist.“

„Im Grunde hatten wir immer zwei Märkte, einen an der Hauptstraße und einen an der Lüneburger Straße – den oberen und den unteren Markt“, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Lindecke. Eine Trennung, unter der nicht nur der Zusammenhalt der Martbeschicker gelitten hat. Denn manche Kunden nahmen nur den oberen Markt auf dem Winkelplatz wahr. Am Freitag positionierten sich die zwölf Marktleute nun zum ersten Mal in neuer Formation: Der obere Winkelplatz in der Runde voll ausgefüllt, weitere Stände folgten links am Verkehrsbüro vorbei, direkt an der Treppe zum unteren Winkelplatz. „Diese Fläche war sonst immer ganz frei. So gefällt es mir viel besser“, sagt Gisela Tillert, die regelmäßig über den Ebstorfer Markt bummelt. Auch ein Großteil der Verkäufer ist zufrieden mit der neuen Regelung. „Die Stände unten waren früher im Abseits. Ich denke, das wird sich nun ändern“, merkt Gemüsehändlerin Marlies Gründling an und sortiert einige Äpfel. Bei „Meister Bruno’s Wurstbasar“ geht es Freitagmorgen ebenfalls turbulent zu. Schinken werden präsentiert, Wurstscheiben verpackt. „So sieht es besser aus und außerdem kann ein Teil des unteren Winkelplatzes als Parkplatz genutzt werden. Das ist super“, sagt Heiko Rothe und reicht einer Kundin die bestellten sieben Bratwürste. Nebenbei spricht er damit ein Problem-Thema an – denn, was die einen freut, ärgert andere: „Wir waren sehr zufrieden dahinten“, bedauert Klaus Dietrich, der mit seinem Gemüsestand vom unteren Markt an den oberen Winkelplatz aufrücken musste. „Wir verkaufen auch Futterware. Es war bequem für die Leute, kurz an der Lüneburger Straße zu stoppen und die Waren einzuladen.“ Grundsätzlich gilt für Autofahrer: An Markttagen, also dienstags und freitags, darf auf dem Winkelplatz nicht geparkt werden. Sonst werden die Marktbeschicker, die von 7 bis 12 Uhr ihre Waren anbieten, blockiert.

Von Wiebke Brütt

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