Mit einer Bank setzen Freunde dem 2015 verstorbenen Wilfried Klippe ein Denkmal in Ebstorf

Der Spielplatz war seine Leidenschaft

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Der „harte Kern“ aus Wilfried Klippes Nachbarschaft erinnert sich gerne an die Zeit auf dem Spielplatz zurück.

mob Ebstorf. Kurz nach seinem 80. Geburtstag ist der Ebstorfer Wilfried Klippe voriges Jahr überraschend verstorben. Jetzt hat die SPD ihrem ehemaligen Mitglied ein Denkmal auf seinem mit viel Leidenschaft gepflegten Spielplatz direkt neben seinem Grundstück an der Celler Straße gesetzt.

Auch die Parteiarbeit führte Klippe engagiert, mit Enthusiasmus und vielen Ideen durch – nicht nur auf Gemeinde-Ebene. So hat SPD-Vorsitzender Hans-Peter Hauschild eine Sitzbank beim Ebstorfer Wilhelm Denecke in Auftrag gegeben, der Bänke aus ganzen Stämmen fertigt. „Ein Weilchen Überlegung war schon nötig, um die richtigen Worte zu finden,“ sagte Hauschild.

Der „harte Kern“ – die Nachbarn, die bei der Spielplatzpflege geholfen haben – kamen auch zur Eröffnung. Getränke, Bratwurst und ein wärmendes Feuer empfingen die Besucher. Ute Klippe, die Witwe des Verstorbenen, hat noch immer ein Auge auf das Gelände, obwohl sich die Gruppe aus Altersgründen aufgelöst hat.

„Ein bisschen kleiner ist das Angebot geworden“, merkte der „harte Kern“ an. „Wir haben etliche Geräte zur Einweihung des Spielplatzes im Jahr 1982 selbst gebaut. Die Pferde samt Kutsche sind schon vor ein paar Jahren wegen starker Nutzung abgängig gewesen, jetzt folgten noch die Hütte und das kleine Karussell. Die Vorschriften zur Sicherheit haben sich in 30 Jahren doch sehr verändert.“

„Wilfried Klippe hat immer für Sauberkeit rund um die Tischtennisplatte und den Grillplatz gesorgt. Wenn Gruppen Unfug trieben, hat er schon mal eingegriffen. Dafür war hier auch immer alles sehr ordentlich“, erzählte Peter Böttcher, ehemaliges Mitglied des „harten Kerns“. Ein bisschen wehmütig blätterten die verbliebenen Nachbarn in den Memoiren ihrer Gruppe und waren sich einig: Die gemeinsame Arbeit hat immer Spaß gemacht.

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