Ebstorf: Kinder und Eltern können Alltag kennenlernen, um Ängste abzubauen

Schnupperwochen in der Krippe

Freie Auswahl: Jede Menge Spielzeug steht den Kindern der Krippe in Ebstorf zur Verfügung. Oder liegt es daran, dass die Krippe nur zu zwei Dritteln belegt ist? Foto: Bornemann

Ebstorf. „Im August könnte die dritte Gruppe in der Ebstorfer Krippe eröffnet werden“, gibt Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf eine vorsichtige Prognose ab. „Derzeit sind die beiden Gruppen gut besetzt“, so Oelstorf.

Um weitere Anmeldungen zu generieren, ruft die Gemeinde den Wonnemonat Mai zum Schnuppermonat aus.

Entgegen damaliger Prognosen ist die Ebstorfer Krippe nur zu zwei Dritteln belegt. Peter Vogt, Abteilungsleiter beim DRK in Uelzen: „In allen Krippen haben wir einen großen Zulauf, warum das in Ebstorf nicht der Fall ist, können wir uns nicht erklären.“ Jetzt bietet die Ebstorfer Einrichtung den Eltern zukünftiger Krippenkinder etwas ganz Neues an. „Im Mai haben Eltern und Kinder die Möglichkeit im Rahmen einer „Schnupperzeit“ die Einrichtung kennenzulernen. Für längstens drei Wochen können sich Eltern und Kinder mit ihr vertraut machen, ganz unverbindlich erste Eindrücke gewinnen.

„Viele Eltern haben eine große Schwellenangst, zu uns zu kommen“, weiß Krippenleiterin Kerstin Carl. „Ich möchte mein Kind nicht einfach abgeben“ oder „das ist nicht das Richtige für uns“ sind Sätze die sie immer wieder hört. In den Schnupperwochen sollen genau diese Ängste abgebaut werden. „Wenn die Eltern zu uns kommen, sind sie von den Räumlichkeiten begeistert“, erzählt die Krippenleiterin. Hell, freundlich und sehr einladend sind diese gestaltet. Fotos an den Wänden zeugen von einem fröhlichen Miteinander. In einem Gruppenräumen wird Spielzeug wichtig durch die Gegend geschleppt, in dem anderen sitzen alle gemeinsam um den kleinen Tisch und verputzen ihren Snack. Manchmal durchzieht der Duft von frisch gebackenen Waffeln den Raum.

Gemeinsam mit den Kindern lernen die Eltern den Krippenalltag und die Mitarbeiter kennen.

Ganz langsam wird ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Die Eltern erfahren, wie wichtig das Miteinander von Kindern ist, wie sie soziale Kontakte aufbauen. „Mit einer Kollegin aus Westerweyhe werde ich die Schnupperkinder betreuen“, sagt Kerstin Carl. Alle anderen Betreuerinnen bleiben in ihren Gruppen. Die Ebstorfer Kinderkrippe ist montags bis freitags von 8 bis 15.30 Uhr geöffnet. Eltern sollten für eine Schnupperzeit mit Kerstin Carl Kontakt aufnehmen und alles weitere besprechen. Die Krippe in der Fischerstraße 1a ist unter Telefon (0 58 22) 94 61 33 zu erreichen.

Von Meike Bornemann

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