Gutachten weist PCP in Wriedeler Einrichtung nach / Untersuchung soll Klarheit bringen

Schimmel im Kindergarten?

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Giftige Substanzen im Wriedeler Kindergarten? Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen.

Wriedel. „Da wird eine Raumluftmessung erforderlich sein”, bestätigt Dr. Gerhard Wermes Donnerstagmittag gegenüber der AZ.

Kurz vor dem Gespräch sei der Fachmann vom Gesundheitsamt Uelzen über eine Belastung mit Pentachlorphenol (PCP) im DRK-Kindergarten Wriedel informiert worden.

Es handele sich um eine Substanz, die bis in die 70er und 80er Jahre noch als Holzschutzmittel in vielen Erzeugnissen für Möbel und Innenausstattung verwendet worden sei. Wegen ihrer gesundheitsschädigenden Wirkung dürfe diese Substanz seit den 90er Jahren gar nicht mehr oder nur noch ausnahmsweise in minimalen Mengen zum Einsatz kommen. PCP-haltige Erzeugnisse, die mehr als fünf Milligramm pro Kilo Holz enthalten, sind seit 1996 in der Bundesrepublik verboten.

Anfang März hatte die Gemeinde Wriedel aufgrund eines Hinweises aus der Elternschaft, dass der Kindergarten mit Schimmel, Milben und Holzschutzmittel belastet sei, zunächst zwei Holzproben zur chemisch-toxischen Untersuchung gebracht. Das erklärt Bürgermeister Peter-Uwe Breyer (CDU), der das Gutachten erst nach Anfrage der AZ per Fax an den Leiter des Gesundheitsamtes weiterleitete. Die Ergebnisse, die der Gemeinde Wriedel bereits bis Mitte März vorlagen, wiesen in der ersten Holzprobe eine Konzentration von 170 Milligramm und in der zweiten Probe 59 Milligramm pro Kilo Holz auf.

Von Angelika Jansen

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