Ein paar Zahlen, bitte!

Fünf plus drei sind... – Hilfsmittel braucht das Ebstorfer Mathe-Ass Clemens Tabeling (9) für solche Zahlenspiele schon lange nicht mehr. Foto: Ph. Schulze

Ebstorf. Knobelspiele, logisches Denken und Rätsel – alles, was mit Zahlen zu tun hat, lassen das Herz von Clemens Tabeling höher schlagen.

Darum, wen wundert es, steht das Schulfach Mathematik bei dem Ebstorfer auch ganz hoch im Kurs. Doch nicht nur der Spaßfaktor ist in diesem Fall riesig, auch die Erfolgsquote des Neunjährigen kann sich sehen lassen. Seit Jahren räumt der Viertklässler bei regionalen und überregionalen Mathe-Wettbewerben Preise ab.

Ob die interne Matheolympiade der Mauritiusschule, bei der die Kinder eines Jahrgangs gegeneinander antreten (AZ berichtete), oder kreisweite Schulwettkämpfe sowie die niedersachsenweite Konkurrenz – Clemens ist immer vorne dabei. Auch dieses Jahr ist er wieder Schulsieger der Ebstorfer Mauritiusschule geworden und belegte im Wettstreit von zehn Grundschulen im Kreis ebenfalls den ersten Platz im vierten Jahrgang. Auch bei der niedersachsenweiten Mathematik-Olympiade gewann er einen ersten Preis – 96,3 Prozent der Teilnehmer in seinem Alter ließ er hinter sich. Die Ergebnisse des jüngsten, bundesweiten Kräftemessens der Zahlen-Spezialisten stehen noch aus – Ende Mai werden die Platzierungen des Känguru-Wettbewerbs erwartet. „Die Leistung von Clemens ist wirklich etwas besonderes. Wir haben viele gute Matheschüler, aber keiner ist kontinuierlich so gut“, hebt Lehrer Erhard Veit hervor. Inzwischen besticht das junge Rechen-Ass nicht nur durch sein helles Köpfchen, sondern auch mit Routine. Zahlenspiele und Rechen-Rätsel bringen ihn lange schon nicht mehr aus der Ruhe. „In der ersten Klasse habe ich bei der Matheolympiade noch nicht so gut abgeschnitten“, erinnert sich Clemens und muss lachen: „Ich dachte, der schnellste gewinnt. Darum habe ich nach 15 Minuten abgegeben.“ Ein Missverständnis, das ihn kein zweites Mal um den Sieg brachte.

Wie das mit den Zahlen anfing, können sich Clemens und auch seine Mutter Steffi Tabeling nicht so richtig erklären – spezielle Übungen macht der Schüler jedenfalls zuhause nicht. Und auch seine Hobbies klingen wenig mathematisch: Fußball, Keyboardspielen und lesen. „Wir haben schon immer viel gespielt. Da waren dann auch Logik-Spiele dabei“, erinnert sich Clemens Mutter. „Am Computer sitzt er aber nur selten.“

Geschadet haben die Spielchen zu Hause zumindest nicht, denn heute macht dem Neunjährigen in Sachsen Zahlen niemand etwas vor. „Am meisten Spaß macht die Mathe-AG“, erklärt Clemens. Denn dort erwarten ihn nicht die „normalen“ Aufgaben, bei denen er sich zum Teil bereits langweilt, sondern echte mathematische Herausforderungen. „Er mault nie, auch wenn manche Aufgaben für ihn eigentlich zu einfach sind“, sagt Klassenlehrerin Sigrun Bankewitz. „Trotzdem versuchen wir ihn besonders zu fordern, ohne dabei zu weit im Stoff vorauszugreifen.“

Von Wiebke Brütt

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