Urlaubsregion und Flecken organisieren erstmals weihnachtliches Treiben auf dem Klostervorplatz

Ein neuer Markt feiert Premiere

+
Das Anzünden der Kerzen am Adventskranz war stets ein Höhepunkt des Weihnachtsmarkttreibens in Ebstorf. Auch in diesem Jahr soll es wieder festlich werden im Klosterflecken – mit einem ganz neuen Konzept.

Ebstorf. Der Sommer hat sich gerade erst verabschiedet, doch es ist wahr: In Ebstorf wird schon seit längerer Zeit am diesjährigen Weihnachtsmarkt gefeilt. Es wird der erste „richtige“ seit zwei Jahren sein.

Denn die Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hatte vor zwei Jahren ihren letzten Weihnachtsmarkt ausgerichtet, und im vergangenen Jahr fand sich nur eine private Initiative, die einen festlichen Markt organisiert hatte.

In diesem Jahr nun nehmen es die Urlaubsregion Ebstorf und der Klosterflecken in die Hand: Am ersten Adventswochenende werden sie auf dem Klostervorplatz zwischen Kloster und Grundschule erstmals wieder einen Weihnachtsmarkt organisieren. „Mit einem ganz neuen Konzept“, kündigt Angela Geschonke von der Urlaubsregion Ebstorf an. „Das Gerüst für zwei Tage Weihnachtsmarkt auf dem historischen Platz steht.“ Bürgermeister Uwe Beecken, die Kirchengemeinde, das Kloster und das Mehrgenerationenhaus unterstützen die Organisation mit Rat und Tat.

Am Sonnabend, 26. November, soll dann der Markt um 15 Uhr eröffnet werden. „In der geöffneten Kirche finden an beiden Tagen Konzerte statt, das Kloster öffnet vom Platz aus seinen Kreuzgang und das Refektorium“, so Geschonke. „Es werden Weihnachtsgeschichten gelesen, das Kloster wird mit einem besonderen Adventskalender illuminiert, und viele Buden sowie eine Eisenbahn für die Kinder, eine Zuckerbude und der Weihnachtsmann sind gebucht.“ Für Essen und Trinken ist auch gesorgt, und um 17 Uhr findet in der Klosterkirche das traditionelle Posaunenchorjahreskonzert statt. Am Sonntag beginnt das Weihnachtsmarkttreiben auf dem Klostervorplatz nach dem Kirchgang.

Die EWG hatte die Organisation des Markts einst aufgegeben, weil der große Aufwand in keinem Verhältnis stand zum Ergebnis. „Man ist da immer mit Miesen rausgegangen“, weiß Angela Geschonke. Und auch sie selbst weiß, wie anstrengend es ist, eine Veranstaltung wie den Ebstorfer Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. „Es ist sehr schwierig, gute Aussteller zu bekommen“, sagt sie, „die meisten sind nämlich auf Jahre für andere Märkte gebucht.“ Die Mühen nehmen die Organisatoren aber nun auf sich. „Denn ein Ort wie Ebstorf muss einen Weihnachtsmarkt haben“, findet sie.

Wer sich beteiligen möchte – mit Kunsthandwerk, Verkauf von Essen und Trinken oder einer passenden Vorführung – kann sich an die Tourist-Info auf dem Winkelplatz in Ebstorf wenden: Telefon (0 58 22) 29 96 oder per Mail an touristinfo@ebstorf.de. Auch eine große Weihnachtstanne für die Mitte des Klostervorplatzes wird noch gesucht. „Wenn jemand also eine große Fichte loswerden möchte, würden wir uns freuen“, versichert Angela Geschonke. Auch Tannenzweige, die vielleicht als Abfall im Kompost landen würden, nimmt die Urlaubsregion gern und holt sie ab. Mit ihnen könnten beispielsweise die Hütten geschmückt werden, die im Mehrgenerationenhaus gebaut werden.

Von Ines Bräutigam

Kommentare