Ein Ebstorfer Urgestein geht: Polizeioberkommissar Karl Cordes gestern aus dem aktiven Dienst verabschiedet

Ein Mann für Lammrettung und Laserpistole

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Festgefahren: Als er ein Lämmchen einfangen wollte, fuhr sich Polizeioberkommissar Karl Cordes 2011 selber auf einem Feld fest und brauchte Hilfe.

Ebstorf/Suderburg. Mit Polizeioberkommissar Karl Cordes verabschiedete sich gestern ein Ebstorfer „Urgestein“ in den wohlverdienten Ruhestand.

Der gebürtige Ebstorfer trat nach seiner Bundeswehrzeit 1979 in den Polizeidienst des Landes Niedersachsen ein und war nach Anstellungen in Lüneburg und Uelzen in den letzten 13 Jahren bei der Polizeistation in Ebstorf tätig.

Neben dem „Polizist – als Freund und Helfer“ ist der jetzt 62-Jährige auch dem einen oder anderen „zügig fahrenden“ Verkehrsteilnehmer bekannt, der in das Visier der „Laserpistole“ des Oberkommissars geriet. Doch nicht nur für die Bürger war der in Bohlsen lebende Ordnungshüter da. „Vollen Einsatz für ein entlaufenes Lämmchen“ zeigte „Karl“ zusammen mit einem Kollegen im Frühjahr 2011 – und sorgte damit für eine nette Polizeigeschichte. Spaziergänger hatten auf einer Weide in der Gemeinde Hanstedt I freilaufende Schafe gemeldet. Kurzerhand leiteten die Beamten „Fahndungsmaßnahmen“ ein, retteten zwei ausgebüxte Lämmchen, fuhren sich jedoch mit dem Streifenwagen bei der Suchaktion fest, sodass ein Landwirt den Ordnungshütern wiederum aus der Patsche half.

Der nicht nur im Kollegenkreis auch wegen seinen „trockenen Humors“ beliebte Ordnungshüter wird sich in Zukunft zusammen mit seiner Ehefrau verstärkt dem Garten im heimischen Bohlsen, dem Reisen und seinem großen Hobby, „dem Golfsport“, widmen.

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