Gemeinderat Ebstorf beschließt Gestaltung des Domänenplatzes

Knappes Votum gegen Bäume

+
Ein Streitpunkt bei den Planungen war die Baumallee (links), die vom Zugang zum Klostervorplatz auf das Herrenhaus zuläuft. Entschieden hat sich der Rat dazu, die bestehenden Bäume zu fällen, um einen gleichförmige Allee zu erschaffen.

Ebstorf. Denkbar knapp fiel am Montagabend das Votum des Klosterfleckenrates zur Gestaltung des Domänenplatzes aus – zumindest bei den Fragen Pflasterart und Baumbestand.

Mit acht zu fünf Stimmen – die CDU sprach sich gegen die Empfehlung des Bauausschusses aus – entschied sich die Politik dafür, die Fahrbahnen rund um den Platz, die unter anderem für den Busverkehr genutzt werden sollen, in großformatigen Natursteinen pflastern zu lassen.

Mehr zum Ebstorfer Domänenplatz:

Second-Hand für Domänenplatz

Ein Platz, viele Meinungen

Die Parkfläche im Inneren des Platzes soll mit kleinformatigen Natursteinen gestaltet werden. „Ich habe immer noch Bedenken, was die Haltbarkeit der kleinen Steine auf den Parkplätzen angeht. Ich habe Sorge, dass die kleinen Steine mit der Zeit hochkommen – auch wenn der Planer das abgestritten hat“, begründete Ulf Schmidt, Fraktionsvorsitzender der CDU, sein Nein zu den Steinen. Hans-Peter Hauschild (SPD) und Heiko Senking, Sprecher der Freien Wählergemeinschaft Ebstorf (FBE) und Unabhängigen Wählergemeinschaft Ebstorf (UWG), nahmen die im Vorfeld kritisierte, vermeintlich fehlende Barrierefreiheit des Natursteinpflasters auf: „Ich denke, wir haben den Spagat zwischen der Historie und der Barrierefreiheit geschafft“, kommentierte Senking. Und Hauschild betonte: „Wir haben uns alle Mühe gegeben, dass der Platz auch für Menschen mit Einschränkungen nutzbar ist.“ Beide verwiesen darauf, dass die Umgestaltung des Domänenplatzes unter anderem über ein Städtebauförderprogramm des Landes Niedersachsen und Zuschüsse des Denkmalschutzes realisiert werde.

Von Wiebke Brütt

Mehr zum Thema

Kommentare