Umsatz der Genossenschaft so hoch wie nie / Starker Einfluss des Weltmarktes auf die Preise / Heute Generalversammlung

VSE knackt die 100-Millionen-Euro-Marke

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Im Grünlicht lagern die Kartoffeln der VSE in Ebstorf. Hermann Bombeck von der Süßkartoffelvermarktung inspiziert.

Ebstorf/Landkreis. Die Vereinte Saatzuchten Ebstorf-Rosche eG (VSE) hat die 100-Millionen-Euro-Grenze durchbrochen. 111,57 Millionen Euro hat die Genossenschaft, der derzeit 581 landwirtschaftliche Betriebe angehören, im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielt.

Das ist für die Vereinigung ein Rekord. Der Grund dafür sind unter anderem hohe Preise für Getreide und Kartoffeln, von denen die Genossenschaft samt ihrer Produzenten profitieren konnte. Das berichtet die VSE vor ihrer heutigen Generalversammlung. Bei ihr sollen die Zahlen insgesamt abgesegnet werden.

Die Preise sind nicht hausgemacht. Sie entstehen je nach Frucht im größeren geografischen Rahmen: Der Getreidepreis wird von der Ernte weltweit beeinflusst, der Kartoffelpreis im europaweiten Rahmen, wie es Eckhard Hinrichs, Vorstandsvorsitzender der VSE beschreibt. Und im vergangenen Geschäftsjahr sei deutlich geworden, wie abhängig man vom Geschehen auf dem Weltmarkt sei. Extreme Hitze und Trockenheit hätten in den USA und der Schwarzmeerregion für massive Ernteeinbußen gesorgt. Weniger Getreide sorgte also für zu viel Nachfrage und damit einem höheren Preis an der Warenterminbörse. Dabei war die Ernte in der Heide selbst nicht schlecht, im Gegenteil. „Ist’s im Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass“, zitiert VSE-Geschäftsführer Christian Soltau eine Bauernregel. Und die habe sich erfüllt. Nach einem langen Winter gab es kühles und feuchtes Wetter im Mai und Juni. Die Ausbeute war also erklecklich.

Nicht gefallen habe das Wetter hingegen der Kartoffel. Die Heideknolle habe an extremen Wetterbedingungen gelitten. Extremere Wetterbedingungen, erklärt Hinrichs, habe je nach Lage des Ackers im Landkreis zu guten, aber auch schlechten Erträgen geführt. Auch europaweit habe die Witterung zu einer geringeren Ernte geführt. Auch hier stiegen somit die Preise, nachdem sie zum Geschäftsjahr 2011/2012 stark gesunken waren. Die aktuelle Entwicklung sei derweil stabil. Insgesamt sei 2012/2013 ein „spannendes Jahr“ gewesen, so Geschäftsführer Soltau, ein Jahr, „das Dank der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Kunden eines der erfolgreichsten der VSE-Geschichte ist“.

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres beträgt 631 339 Euro. Eine Dividende von 7,5 Prozent Euro soll ausgezahlt werden, insgesamt 137 578 Euro.

Bei der heutigen Generalversammlung ab 15 Uhr in der Jabelmannhalle in Uelzen stehen Wahlen zum Vorstand und im Aufsichtsrat an. Des weiteren ist ein Vortrag geplant über die Imagepflege der heimischen Landwirtschaft.

Von Kai Hasse

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