Ebstorfer Eiswette: Die Schicht auf dem Wiesensee hielt Schneider Hans-Peter Hauschild

Kein Knacken war zu hören

Mit Seilen und Stab ausgestattet ging es zum Wiesensee.

Ebstorf. „Der See ist zugefroren!“ Laut verkündet Hans-Peter Hauschild das Ergebnis der neunten Ebstorfer Eiswette. Es versprach spannend zu werden, bei dem diesjährigen Test, organisiert vom SPD-Ortsverein. Bereits bis zum 25.

Januar mussten die Wettscheine für die Eiswette abgegeben werden. Bis zu diesem Tag zeigte sich der Winter eher von seiner sehr milden Seite – so wirklich hatte darum niemand mit einem Kälteeinbruch gerechnet. Somit tippten von den rund 120 Teilnehmern auch im Vorfeld nur sechs auf zugefroren.

Das Interesse an der Wettauflösung war wegen des Witterungsumschwungs in diesem Jahr besonders groß: Viele Ebstorfer machten sich gemeinsam mit SPD-Vorsitzendem Hans-Peter Hauschild – der die Rolle des „Schneiders“ übernahm – und seiner Gehilfin Saskia Pauls auf zum Wiesensee. Bekleidet mit seiner Glücksweste und gesichert mit einem langen Seil machte sich Hauschild auf den Weg auf die Eisdecke des Gewässers. Vorsichtig tastete er sich Schritt für Schritt auf der Eisfläche vor. Mit jedem Schritt, den er sich vortastete wurde der Gang sicherer – kein Knacken war zu hören.

Der Winter und die eisigen Temperaturen hatten ganze Arbeit geleistet: das Eis hielt. Die Ebstorfer Eiswette hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz im Ebstorfer Veranstaltungskalender gesichert. „Ich glaube, der See ist zum vierten Mal zugefroren“, sagte Hans-Peter Hauschild. Er hatte sich im Vorfeld schon in den buntesten Farben ausgemalt, wie es sein könnte, wenn er ins Eis einbricht. „Dann lege ich mich zu Hause in die Badewanne und taue wieder auf“, so Hauschild augenzwinkernd.

Die sechs richtigen Tippscheine kamen für die Verlosung in einen Topf. Gewinnen konnte übrigens nur, wer persönlich anwesend war. Als Gewinner wurde Heinz Bosse gezogen. Er freute sich über einen Restaurantgutschein in Höhe von 50 Euro in einem Restaurant seiner Wahl. Zweiter Sieger wurde Paul Böhl (30 Euro-Gutschein), auf Platz drei wurde Gustav Müller (20 Euro-Gutschein) gezogen. Trostpreise wurden unter den „Falschtippern“ verlost. Zum Schluss gab es für die durchgefrorenen ´Teilnehmer an der Eiswette noch heißen Kakao und Glühwein am wärmenden Feuer.

Von Meike Bornemann

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