CDU will die Nutzung von Stellflächen im Klosterflecken zeitlich begrenzen / Bauausschuss diskutiert am 19. März

Kehrt Ebstorf zurück zu den Parkscheiben?

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Noch kann der Ebstorfer Domänenplatz als Stellfläche genutzt werden. Das ändert sich im Sommer, wenn die Bauarbeiten dort beginnen – nach Ansicht der CDU wird sich dann die Parkplatzsituation in Ebstorf verschärfen.

Ebstorf. Parkscheiben sollen Autofahrer künftig wieder im Klosterflecken Ebstorf herausholen – zumindest, wenn es nach der CDU-Fraktion des Ortes geht.

Denn die hat nun den Antrag auf Wiedereinführung der Parkdauerbegrenzung gestellt – erst vergangenes Jahr hatte der Klosterflecken Ebstorf die Schilder nach einmütigem Votum des Rates und nach Beratung mit der Ebstorfer Wirtschaftsgeminschaft (EWG) abgehängt.

Maximal zwei Stunden – diese Parkdauer muss nach Ansicht der Ebstorfer CDU reichen. Der Grund: Die Firmen im Umfeld des Winkelplatzes sowie Wochenmarktbesucher würden sich über mangelnde Parkflächen und Dauerparker beschweren, die Plätze an der Hauptstraße und der Lüneburger Straße blockierten. „In der Lüneburger Straße beklagen Geschäftsleute sich ebenfalls über Dauerparker. Lehrer! Selbst Anwohner, die hinter den Häusern der Lüneburger Straße Garagen haben, parken aus Bequemlichkeit direkt vor der Haustür“, kritisiert die CDU in ihrem Antrag. Zudem prophezeien die Christdemokraten, dass sich im Sommer die Situation weiter verschärfen würde, wenn erst die angekündigten Bauarbeiten am Domänenplatz beginnen. „Es muss Hinweise seitens der Verwaltung geben, dass dann auf dem Schützenplatz geparkt werden muss“, heißt es in dem CDU-Antrag, der am kommenden Mittwoch, 19. März, um 18.30 Uhr während der öffentlichen Sitzung des Ebstorfer Bau- und Planungsausschusses im Rathaus des Klosterfleckens beraten wird.

Erst vor wenigen Wochen war das Thema Parkzeitbegrenzung in Ebstorf wieder auf den Tisch gekommen, denn: In öffentlicher Bauausschusssitzung hatte Martin Oesterley – CDU-Mitglied und Inhaber des Ebstorfer Geschäfts „Nohdurft“, das am Winkelplatz liegt, – gefordert, die Dauerparker in den Blick zu nehmen, weil Gewerbetreibende des Klosterfleckens beziehungsweise deren Kunden unter den Parkbedingungen leiden würden.

Eine Meinung, die EWG-Chef Erhard Peters nicht uneingeschränkt teilte: „Wir selber waren diejenigen, die keine Parkraumbewirtschaftung mehr wollten“, sagte der EWG-Vorsitzende auf AZ-Nachfrage. Nur an Wochenmarkttagen konnte er die Argumentation des Gewerbetreibenden aus dem Ortskern nachvollziehen. Er hatte wiederholt den Vorschlag gemacht, den Rathausplatz als Parkfläche frei zu geben.

Von Wiebke Brütt

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