Hanstedt mit erster Eröffnungsbilanz in Samtgemeinde / Über zwei Millionen Euro Vermögen

Kassensturz im „kleinsten Brocken“

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Mit einem Vergleichswert von 1,541 Millionen Euro startet Hanstedt in den kommenden Vergleich der Vermögenswerte.

Hanstedt I. Die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Hanstedt ist fertig. Hanstedt hat, wie es Bürgermeister Rainer Bockelmann bei der vergangenen Ratssitzung sagte, „die Ehre, die Ersten in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf zu sein“.

Die Eröffnungsbilanzen, die einen Überblick über alle Besitz- und Kostenstände der Kommunen geben sollen, stehen in allen anderen Teilgemeinden der Samtgemeinde noch aus.

„Wir haben uns zu Anfang den kleinsten Brocken herausgesucht“, erklärte Thomas Schmitter von der Finanzverwaltung der Samtgemeinde, der die Bilanz vortrug. „Der hat sich dann aber doch als großer Brocken herausgestellt“, fügte er an, denn die Bewertung der Besitztümer sei recht schwer gewesen.

Eine Bilanzsumme von 2,07 Millionen Euro weise die kleine Gemeinde zum Stichtag 1. Januar 2010 auf, erklärte Schmitter. Abzüglich von Sonderposten in der Aufstellung und Rücklagen ergebe sich ein sogenanntes Basis-Reinkapital von 1,586 Millionen Euro. Die Zahlen der Eröffnungsbilanzen sind notwendig, um mit der Einführung des neuen Abrechnungssystems in den Kommunen – der sogenannten Doppik – vergleichbare Wertgrößen für die Zukunft herzustellen. Die Eröffnungsbilanzen sind eine Art „Kassensturz“ zu einem bestimmten Tag, an dem künftige Bilanzen gemessen werden: Sie eröffnen die Reihe der Rechenwerke.

Die Eröffnungsbilanz in Hanstedt ist in Aktiva und Passiva eingeteilt, die gegenüber gestellt werden. Aktiva sind die Teile, die zeigen, wie Mittel verwendet werden – oder welche Mittel, Dinge, Werte es gibt. Die unbebauten Grundstücke Hanstedts etwa kommen, berichtet Schmitter, auf einen Wert von 328 572 Euro. Gebäude samt den dazugehörigen Grundstücken kommen auf 89 505 Euro, das Infrastrukturvermögen – darunter fallen etwa Straßen, deren Grundstücke und Straßenlaternen – belaufe sich auf 1,541 Millionen Euro. Die Passiva sind die Schulden der Gemeinde. Darunter fallen etwa knapp 8000 Euro Miese im Verwaltungshaushalt und einen Kredit von 7534 Euro. Hinzu kommen Sonderposten, die etwa aus Zuschüssen stammen. Sie summieren sich auf 474 554 Euro.

Dem „kleinen Brocken“ Hanstedt werden nun deutlich größere folgen. Laut Wilhelm Oelstorf, Kämmerer in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, folgen nun die weiteren Gemeinden aus der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf: Natendorf, Ebstorf, Wriedel und Schwienau. Für sie soll ebenfalls eine vollständige Auflistung ihrer Werte zum Stichtag 1. Januar 2010 erfolgen. „So schnell wie möglich“ solle das geschehen, sagt Oelstorf. Allerdings müsse die Bilanz neben dem täglichen Betrieb der Verwaltung ausgearbeitet werden.

Nach den Gemeinden des Alten Amtes Ebstorf folgen die Gemeinden der ehemaligen Samtgemeinde Bevensen. Sie sind erst später auf das neue Rechnungswerk Doppik umgestiegen. Der Stichtag, für den bei ihnen die Eröffnungsbilanz gilt, ist der 1. Januar 2011.

Von Kai Hasse

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