Scheune in Linden brennt komplett nieder / Über 500 000 Euro Schaden

50 Kälber noch gerettet

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Heuballen lagerten in der Scheune, was die Löscharbeiten erschwerte. Die Wehren rückten mit Drehleitern den Flammen zu Leibe.

Linden. Eine Kartoffelscheune an der Eimker Straße in Linden, in der Heuballen gelagert wurden und Maschinen abgestellt waren, konnten Feuerwehrkräfte gestern nur noch kontrolliert abbrennen lassen.

Als die Besatzungen von insgesamt 14 Einsatzwagen aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und der Stadt Uelzen nach der Alarmierung 15. 31 Uhr mit rund hundert Mann eintrafen, standen das Dach und der Zwischenboden des Gebäudes bereits komplett in Flammen. Nach Aussage des Feuerwehr-Pressesprechers Christoph Paul war eine Fläche von rund 300 Quadratmetern betroffen.

Der Bau aus Holz war nicht mehr zu retten: Flammen schlugen meterhoch in den Himmel.

Die Herausforderung für die Kameraden vor Ort: Auf dem Zwischenboden der Scheune brannten große Mengen Heu. Um an die Brandherde dort herankommen zu können und damit ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern, mussten Teile des Daches und der Giebel abgenommen werden. Mit Drehleitern, aus Uelzen und Bad Bevensen, rückten Feuerwehrkräfte den Flammen zu Leibe. Atemschutzträger versuchten auch im Inneren des Gebäudes, das Feuer zu bändigen. Sieben Rettungssanitäter standen mit drei Rettungswagen bereit, um gegebenenfalls einzuschreiten.

Gerade noch rechtzeitig von den Eigentümern gerettet werden konnten zwischen 50 und 60 Kälber, die sich in einem an das brennende Gebäude angrenzenden Viehstall befanden. Die Eigentümer zeigten sich gestern im Gespräch mit der AZ sichtlich erleichtert, dass ihnen dies noch gelungen ist, ohne dass ihnen oder den Tieren etwas zustieß.

Zur Ermittlung der Brandursache war gestern Nachmittag bei den Löscharbeiten auch schon ein Team der Kriminalpolizei in Linden. Wie der Polizeisprecher Kai Richter gestern Abend auf Nachfrage erklärte, sei bislang die Ursache des Feuers noch unbekannt. Weder ein technischer Defekt noch eine Brandstiftung oder eine Heu-Selbstentzündung könne nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden. Die Kriminalpolizei wolle heute zu einer weiteren Brandschau nach Linden fahren. Ersten Schätzungen zu Folge belaufe sich der Sachschaden auf über 500 000 Euro.

Bis zum Redaktionsschluss gestern dauerte der Einsatz der Feuerwehren noch an.

Fotos von der Brandstelle

Scheunenbrand in Linden

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