Beim „Dog Day“ in Ebstorf zeigen Vierbeiner, was sie können / Training auch für Besitzer

Herrchen und Hund im Einklang

Hunde mussten beim „Agility“-Parcours ihren Mut und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Dabei galt es auch, über eine Glasscheibe zu gehen.

Ebstorf. Nicht alle Besucher beim vergangenen „Dog Day“ in Ebstorf waren mit der englischen Bezeichnung einverstanden, doch für diese Veranstaltung war er eine treffende Bezeichnung, weil sie aufhorchen ließ.

Die verschiedensten Aussteller beim „Hundetag“ präsentierten sich auf dem großen Schützenplatz und im Schützenhaus in Ebstorf, damit auch alle vierbeinigen Besucher viel Platz hatten und nicht aneinander geraten mussten.

Und fast schien es, als seien die Vierbeiner in der Überzahl. Von ganz klein und mit Schleife bis riesengroß mit majestätischem Gang waren hier wohl fast alle Hunderassen vertreten. Ausstellungsbesucher ohne Hund, die vielleicht noch nach einer Rasse Ausschau hielten, konnten von verschiedensten Hundebesitzern über die Vorzüge ihrer Favoriten Auskunft erhalten. Für die Ausstattung und Hilfen bei Problemen sorgten dann die Aussteller.

Ein besonderer Anziehungspunkt war die Vorführung der Rettungshundestaffel des DRK aus Uelzen. Die Hunde trainieren zweimal pro Woche in unterschiedlichem Gelände, um sich an verschiedene Untergründe zu gewöhnen. Sie werden ausgebildet, um menschliche Gerüche zu suchen. Ihre Einsätze werden regelmäßig zur Menschenrettung erforderlich. Die Vorführung auf einem Gerüst brachte ihnen großen Beifall ein. Kleinste Bewegungen ihrer Trainer führen sie im Gelände und machen sie unentbehrlich.

Auf einem „Agility“-Parcours probierten viele Besucher gleich die Lernfähigkeit ihres Vierbeiners aus. Das Labyrinth am Anfang sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit, der Tunnel am Ende war für manch einen doch eine zu große Herausforderung. Aber eine Belohnung gab es für alle. Bei mancher Trainingsstation ließen sich oft sogar die ganz Kleinen nicht bremsen und flitzten auch über eine Glasplatte. Die Tiertafel belohnte das Drehen am Glücksrad und sorgte nicht nur bei Kindern für viel Spaß.

Die Aussteller beim „Dog Day“ zeigten, welche Behandlung und Liebe dem Hund zuteil werden kann: Der Tierfotograf, gesunde Ernährung und handgefertigte Leinen und Geschirre waren interessante Stationen. Einer der Aussteller empfahl die Anwendung von Reiki auch beim Tier. Alte Hunde erführen durch Physiotherapie Linderung bei Arthrose, Erkrankungen am Bewegungsapparat und Herzerkrankungen. Hunden mit Handicap könne der Hunderolli weiterhelfen. Eine Hundeschule erzieht gleich Hund und Herrchen im gemeinsamen Training, damit sich beide besser und ohne viele Worte verstehen. Ein Hundesalon kam mit höhenverstellbarem Arbeitstisch, um alle Hundegrößen in bequemer Arbeitshaltung bearbeiten zu können.

Von Monika Buhr

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