Mehrere Einbrüche in kurzer Zeit / Polizeisprecher Kai Richter mahnt zur Gelassenheit

Hanstedter sorgen sich um Sicherheit im Dorf

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Der Einbruch in die eigenen vier Wände ist ein Alptraum für viele Menschen.

Hanstedt I/Ebstorf. Bewohner Hanstedts bei Ebstorf beäugen derzeit fremde Fahrzeuge misstrauisch. Der Grund: Es gebe eine Einbruchswelle, berichten Anwohner. Kai Richter, Sprecher der Polizei, mahnt aber zu Gelassenheit.

Vier Einbrüche habe es gegeben, so heißt es von einer Hanstedterin. Und das innerhalb von zwei Monaten. „Wir machen uns Sorgen“, sagt die Bewohnerin, „viele Häuser haben einen Bereich, der nicht einsehbar ist. Dort könnte man einbrechen. Das ist ein komisches Gefühl“, meint sie. Selbst am helllichten Tag seien Einbrecher gekommen.

Die Zahlen werden grob von Polizeisprecher Kai Richter bestätigt: Es habe tatsächlich drei Einbrüche gegeben, zwei davon am selben Tag. Ein vierter Einbruch sei nur versucht worden, gestohlen wurde dabei nichts.

Besonders aufmerksam werden derzeit Autos mit fremden Kennzeichen in Hanstedt beäugt. Denn eines Abends habe ein Hanstedter einen Wagen mit Hamburger Kennzeichen gesehen, der scheinbar zwecklos am Ortsrand stand. Darin sollen zwei oder drei Insassen gesehen worden sein. „Man spricht darüber“, sagt die Hanstedterin, „und man trifft Vorkehrungen, sich gegen Einbrecher zu schützen.“ Ein anderer Bewohner Hanstedts bestätigt, dass manche Nachbarn derzeit ein beklemmendes Gefühl plage. „Es gibt gefühlt alle 14 Tage einen Einbruch“, sagt er, „das zieht dann in der Bevölkerung seine Kreise.“ Tatsächlich mache es den Eindruck, als stecke Methode hinter den Einbrüchen. Objekte, in die eingebrochen worden sei, seien offenbar beobachtet worden. Aber er warnt im gleichen Zuge, dass das Thema im Kopf der Bewohner „aufgebauscht“ werde. Er selbst fühle sich noch sicher.

Polizeisprecher Richter relativiert: „Man sollte das nicht dramatisieren“, meint er. Zwar gab es die Einbrüche, aber sie würden auch als bedrohliche Besonderheit wahrgenommen, „weil es sich um eine Erscheinung der Kriminalität handelt, die nicht oft in einem Ort vorkommt“. In der Methode unterscheiden sich die Einbrüche seiner Ansicht nach nicht von anderen Einbrüchen in anderen Städten. Dabei erklärt er, dass die Taten in Hanstedt aus Polizeisicht nicht in einem Zusammenhang stehen mit den häufigen Einbrüchen der vergangenen Zeit in der Kreisstadt Uelzen (AZ berichtete). Einbrecher, erklärt Richter, kämen möglicherweise auch aus dem Großraum Hamburg, das käme aber beispielsweise im Landkreis Lüneburg deutlich häufiger vor. Die Ermittlungen wegen der Einbrüche in Hanstedt laufen derzeit noch.

Von Kai Hasse

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