Klosterflecken überlegt, weiteres Bauland auszuweisen / Idee für junge Handwerker

Ein Gründerzentrum in Ebstorf

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Im Kiebitzkamp soll Platz für neue Gewerbebetriebe entstehen. Derweil gibt es bereits Überlegungen, ein neues Gewerbegebiet auszuweisen.

Ebstorf. Leuchtend grün steht das Wintergetreide in der Senke zwischen Einkaufsmärkten und Bahnschienen in Ebstorf. Keine Spur mehr von dem Haus, das hier abgerissen wurde. Es machte Platz für eine Erweiterung des Gewerbegebiets.

Bislang ist erst der Aufstellungsbeschluss für den 13 000 Quadratmeter großen Kiebitzkamp gefasst. Doch im Verwaltungsausschuss des Klostersfleckens ging es jetzt schon um die Möglichkeit, weitere Gewerbeflächen auszuweisen.

„Im oberen Brüggerfeld wird im Januar die letzte eigene Fläche verkauft“, sagt Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf. „Wir haben zwar sehr lange gebraucht, die Flächen im Brüggerfeld zu verkaufen, aber ich gehe davon aus, dass wir unsere 13 000 Quadratmeter sehr schnell verkaufen.“ Es habe schon einige Nachfragen für den verkehrsgünstig an der Landesstraße nach Uelzen gelegenen Kiebitzkamp gegeben, aber die Unternehmen wollten ihre Vorhaben schnell realisieren. Bebauungsplan und Erschließung des Geländes stehen noch aus.

Doch Oelstorf denkt schon weiter. „Ebstorf ist eigentlich nur interessant für Gewerbetreibende, die jetzt schon im Ortskern sind und sich erweitern wollen“, erklärt der Verwaltungschef. „Und für die muss man auch Gewerbeland vorhalten.“ Bislang ist das Vorhaben nicht mehr als eine Idee. Offen lässt Oelstorf auch, wo die Gewerbeflächen entstehen könnten.

„Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir zwischen Uelzen und Lüneburg ein attraktiver Standort sind, aber mit der höchsten Gewerbesteuer im Landkreis natürlich nicht“, kommentiert Erhard Peters, Vorsitzender der Ebstorfer Wirtschafts-Gemeinschaft. 450 Prozent beträgt der Satz. Neue Unternehmen werde der Klosterflecken nur anlocken, wenn es etwa zeitlich befristete Steuerermäßigungen gebe. „Der Ort würde davon profitieren“, ist Peters überzeugt. „Die Beschäftigten würden im Ort einkaufen.“

Er hat auch eine Idee: ein Gründerzentrum, in das kleine Handwerksbetriebe einziehen und wachsen könnten. Das Prinzip: Eine große Halle, die sich flexibel aufteilen lässt, mit einer gemeinsamen Verwaltung.

Von Gerhard Sternitzke

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