Großübung mit Gefahrstoffen in Ebstorf absolviert

Giftalarm im Wohngebiet

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Hand in Hand arbeiteten die Einsatzkräfte verschiedener Einheiten bei der Großübung in Ebstorf.

Ebstorf/Landkreis. Blaulichter zucken, Feuerwehrleute in Vollschutzanzügen retten und bergen in einem abgesperrten Bereich, Rotkreuzhelfer versorgen Verletzte, Anwohner stehen vor ihren Häusern und staunen.

Im Bereich Koppelring/Haferkamp des Klosterfleckens Ebstorf ging jüngst nichts mehr: 15 Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und DRK standen in den Straßen. Der Grund: Feuerwehren und DRK absolvierten eine große Einsatzübung mit Gefahrstoffen im Wohngebiet. Die Anwohner waren im Vorfeld über das Spektakel informiert worden.

Die Kräfte der Ortsfeuerwehr Ebstorf, des Gefahrgutzuges Nord vom Kreisfeuerwehrverband und die DRK-Bereitschaft Uelzen rückten nach und nach mit den vielen Einsatzfahrzeugen an. Beispielhaft wurden die Zuschauer über den Ablauf und das Vorgehen der Helfer informiert. Damit hatte die Übung sogar den Nebeneffekt, dass die mehr als 40 Feuerwehrleute und fünf DRK-Helfer durch diese Art von Öffentlichkeitsarbeit Werbung für ihre Organisationen machten. Durch die Beteiligung der DRK-Bereitschaft Uelzen wurde somit auch die Kooperation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst abermals erfolgreich erprobt. Denn: Bei der Rettung von zwei Verletztendarstellern – so das Resümee – arbeiteten die Feuerwehrleute und Rettungssanitäter Hand in Hand.

Bevor jedoch die „Verletzten“ aus dem abgesperrten Gefahrenbereich zur weiteren Betreuung übergeben werden konnten, mussten diese zunächst dekontaminiert werden. Eine Person war nämlich bei der Entsorgung von Kanistern und Fässern aus der Garage „verunglückt“ und mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen. Die zweite Person stellte einen Feuerwehrmann dar, der plötzlich Probleme bekam und ausfiel.

Ebstorfs stellvertretender Ortsbrandmeister Björn Kernen als Einsatzleiter und Sascha Heinze von der DRK-Bereitschaft Uelzen waren am Ende zufrieden mit dem Ablauf und der Leistung der Einsatzkräfte. Der Gefahrguteinsatz im Ebstorfer Wohngebiet habe aber auch Möglichkeiten aufgezeigt, einzelne Schwachpunkte zu optimieren, und wo es Grenzen der Hilfeleistung durch ehrenamtliche Kräfte gebe.

Von Ines Bräutigam

Feuerwehren und DRK proben realistischen Notfall in Ebstorf 

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