Einrichtung in Ebstorf will mit zusätzlichen Fördermitteln neue Projekte anstoßen

Geldspritze für Generationenhaus

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Offene Treffs für jedes Alter mit Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen soll es im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus ab dem kommenden Jahr häufiger geben.

Ebstorf. In der Vergangenheit wurde das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Ebstorf von der Öffentlichkeit eher als Jugendtreff wahrgenommen.

Mit den erhofften Fördermitteln aus dem Bundesprogramm für Mehrgenerationenhäuser will das MGH im nächsten Jahr neue Projekte anstoßen, um seinem Zweck als Treffpunkt für Jung und Alt gerecht zu werden.

Der Leiter des MGH in Ebstorf, Guido Wrage, weiß, was er mit der zusätzlichen Geldspritze anfangen würde: „Das Programm sieht vor, dass es im MGH einen offenen Treff mit Speisen und Getränken gibt“, erklärt er. „Dafür müssen wir unser Personal aufstocken.“ Neben Guido Wrage und rund 25 ehrenamtlichen Helfern gibt es derzeit nur drei geringfügig Beschäftigte.

Kinder- und Jugendtreffs, Sprachkurse, Spielgruppen: Weil in den vergangenen Jahren viel für die jüngeren Generationen getan wurde, will Guido Wrage vor allem das Angebot für Ältere erweitern. „Geplant ist eine Dienstleistungsbörse, um die Mobilität für Senioren zu erhöhen“, sagt er. Einkäufe und Termine können dann durch Helfer vom MGH erledigt werden, Angehörige werden entlastet.

Außerdem soll das Angebot für die rund 80 Flüchtlinge in Ebstorf erweitert werden. „Mittlerweile haben sie sich eingelebt und haben andere Bedürfnisse als noch vor einem Jahr“, weiß der Leiter.

Nachdem schon am 2. September feststand, dass das Uelzener Mehrgenerationenhaus – wie schon vor drei Jahren – förderungsfähig ist, erhält jetzt auch Ebstorf als zweites MGH im Landkreis eine finanzielle Zuwendung. „Wir hoffen, dass wir, wie in Uelzen, 40 000 Euro im Jahr erhalten“, gibt sich Guido Wrage optimistisch. Allein 30 000 Euro würde der Bund zuschießen, der Rest käme von Land und Kommune.

Beschlossen ist bislang zwar noch nichts. Fest steht aber, dass das Ebstorfer MGH in einem ersten Auswahlverfahren erfolgreich Interesse bekundet hat. Bis Ende Oktober müssen Guido Wrage und seine Kollegen vom DRK, das Träger des MGH ist, den abschließenden Antrag beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben einreichen. Wird der Förderung endgültig zusgestimmt, wird das MGH drei Jahre lang durch das Programm unterstützt.

„Ich freue mich besonders, dass die gute Arbeit des DRK in der Kombination von Hauptamt und Ehrenamt als Betreiber beider Mehrgenerationenhäuser im Kreis Uelzen belohnt wird“, teilt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann mit. Auch ihr heimischer Kollege Henning Otte (CDU) findet, dass das MGH „mit einem guten und überzeugenden Konzept bei der Gestaltung des demografischen Wandels überzeugt hat“.

Von Sandra Hackenberg

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