Mehrgenerationenhaus Ebstorf: Weitere ehrenamtliche Helfer für das Programm gesucht

Förderperiode läuft 2012 aus

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Alle Generationen verbinden: Senioren, Erwachsene, Jugendliche und Kinder – alle sind MGH-Leiterin Caroline Kühnelt (links) im Haus am Domänenplatz willkommen.

Ebstorf. Ein Ort des Dialoges, der allen Generationen Raum bietet – das möchte das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Ebstorf sein. Und zwar nicht nur für die Menschen im Klosterflecken, sondern für Jung und Alt im gesamten Landkreis.

Damit dieses ehrgeizige Vorhaben gelingen kann, setzt das Team des MGH weiter auf ehrenamtliches Engagement. Denn 2012 läuft die Förderperiode für das Haus am Domänenplatz aus.

„Es muss sich niemand auf ein ganzes Jahr festlegen“, betonte Joachim Kisker, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Jerusalem, das das Haus betreibt. Bei der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Familie, Freizeit, Kultur, Tourismus und Wirtschaft des Fleckens Ebstorf erläuterte er nochmals das Konzept des Mehrgenerationenhauses. Deutlich wurde vor allem eines: Das Team rund um MGH-Leiterin Caroline Kühnelt ist dringend auf freiwillige Helfer angewiesen – nur so kann Leben in das Haus am Domänenplatz einziehen. Das MGH steht einmaligen Aktionen sowie regelmäßigen Kursen offen. Kisker: „Wer Lust hat, etwas mit anderen Menschen zusammen zu gestalten, kann sein Projekt gerne auch bregrenzt auf einige Monate anmelden. Hier wird keiner zu irgendetwas verpflichtet.“

Derzeit werden in der Gruppe „Klexx“ regelmäßig Kinder betreut und auch Jugendliche treffen sich mehrmals in der Woche in den Räumen des Ebstorfer Mehrgenerationenhauses. Das MHG arbeitet mit Schulen, Vereinen und Verbänden zusammen. Die Leitung legt besonderen Wert darauf, dass Gruppen ausdem ganzen Landkreis willkommen sind, das MGH sei keine Einrichtung nur für den Klosterflecken.

Die aktuelle Förderung läuft 2012 aus und ohne weitere finanzielle Unterstützung wird sich der Klosterflecken Ebstorf die Einrichtung nicht mehr leisten können. Das Bundesfamilienministerium stellt für den zweiten Förderzeitraum 50 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesweit werden 450 Häuser gefördert. Auf jedes MGH würden somit 40 000 Euro im Jahr entfallen – 30 000 Euro davon zahlt der Bund, 10 000 Euro teilen sich Land und Kommune. Das Mehrgenerationenzentrum in Uelzen konnte mit seinem Konzept überzeugen und wird nun weiterhin finanziell unterstützt (die AZ berichtete). Die Ebstorfer Einrichtung geht zumindest hinsichtlich dieses Fördertopfes leer aus und ist daher besonders auf andere Unterstützung angeweisen. Denn alleine kann der Klosterflecken Ebstorf die Finanzierung des Hauses auf Dauer – aufgrund klammer Kassen – nicht stemmen.

Das Mehrgenerationenhaus in Ebstorf besteht seit 2009 und wurde in der ersten Förderphase mit 40 000 Euro im Jahr bezuschusst.

Von Wiebke Brütt

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