Bauausschuss uneinig über Konzept für Klostervorplatz

Die Erleuchtung steht noch aus

Der Klostervorplatz in Ebstorf soll neu gestaltet werden – jetzt stellten die Planer ihr Lichtkonzept vor, müssen aber noch einmal nacharbeiten. Foto: Ph. Schulze

Ebstorf. Insgesamt sollen mehr als 30 Leuchten den neu zu gestaltenden Klostervorplatz, den neuen Domänenplatz und eine so genannte Magistrale, die beide Plätze miteinander verbindet, illuminieren.

Das Beleuchtungskonzept stellten die Planer am Mittwochabend dem Bauausschuss des Fleckens Ebstorf vor. Dessen Mitglieder allerdings wollten sich noch nicht auf einen bestimmten Leuchtentyp festlegen, sondern erst einmal Musterleuchten in natura sehen. Außerdem hatten sie auch am Konzept selbst einiges auszusetzen.

So sollen in einem ersten Bauabschnitt sieben Mastleuchten am Klostervorplatz aufgestellt werden. Jede etwa vier Meter hoch, alle in einem Abstand von rund 15 Meter zueinander. Das sei viel zu dicht, befand die Mehrheit der Ausschussmitglieder, und gab den Planern mit auf den Weg, eine Alternativplanung mit weniger Leuchten zu prüfen. Nicht zuletzt auch, um mit einer geringeren Anzahl von Lampen unterm Strich die Gesamtkosten zu senken.

Doch auch zur Auswahl eines Leuchtentyps konnten sich die Ausschussmitglieder nicht durchringen. Drei verschiedene Modelle wurden ihnen vorgestellt, deren Preisspanne von 1269 bis 1842 Euro pro Stück reichte. Favorit der Planer ist die Leuchte im mittleren Preissegment (1687 Euro pro Exemplar) und kommt als schlanke, moderne und optisch eher zurückhaltende Lichtsäule daher (Foto links). Manchen, wie Artur Soetbeer (CDU) und Heinz Kutzinski (UWE), kam diese Art von Leuchte aber zu modern vor. Doch eine Art Kandelaber, wie sie am Ebstorfer Kirchplatz zu finden ist und zumindest von Kutzinski auch für den ersten Bauabschnitt favorisiert wird, passe bei der Gestaltung von Klostervorplatz und Domänenplatz nun überhaupt nicht, befanden die Planer. „Für den Kirchplatz sind diese Altstadtleuchten in Ordnung, der Platz hat seinen eigenen Charakter“, meinte Martin Diekmann vom Landschaftsplanungsbüro lad+ aus Hannover. Für die anderen Bereiche aber seien Lampen mit „zurückhaltendem Charakter“ wichtig.

Ebstorfs Bauamtsleiter Thorsten Brinck gab außerdem zu bedenken, dass man zurzeit einen „kunterbunten Mix“ von Leuchten im Klosterflecken vorfinde. Die Auswahl der neuen Leuchten sei deshalb zukunftsweisend, denn bei künftigen Neuanschaffungen würde man auf sie zurückgreifen, um am Ende ein einheitliches Bild zu schaffen.

– Umso wichtiger sei es, den Preis im Blick zu behalten, war die mehrheitliche Meinung im Fachausschuss. Und so wartet der jetzt auf ein überarbeitetes Beleuchtungskonzept und Musterlampen.

Von Ines Bräutigam

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