Maisernte hat wegen Witterung besonders früh begonnen / Landwirte erwarten gute Erträge

„Die Entwicklung war super“

+
Bis zum Untergang der Sonne wird der Mais geerntet – die großen Maschinen stellen dabei manchmal eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar.

Ebstorf/Landkreis. Deutlich früher als sonst hat in diesem Jahr die Maisernte begonnen. Die milden Monate Mai, Juni und Juli haben nämlich dazu geführt, dass die mannshohen Pflanzen schon Mitte Juli – und damit ausgesprochen zeitig – geblüht haben.

Der Ebstorfer Landwirt Holger Alvermann und seine Kollegen im Landkreis Uelzen sensibilisieren alljährlich für die Besonderheiten der Maisernte.

„Wir haben im Landkreis jetzt etwa Halbzeit“, fasst der Ebstorfer Landwirt Holger Alvermann den Stand der Erntearbeiten zusammen.

Alvermann und seine hiesigen Mais anbauenden Kollegen freuen sich in diesem Jahr auf eine gute Ernte. „Denn die Entwicklung für den Mais war super“, bringt es der Ebstorfer auf den Punkt. Die Abreife der Maiskolben habe früh eingesetzt, durch die Beregnung habe man zu große Trockenheit ausgleichen und die Erträge somit halten können. Die heißen Tage Ende August hätten den Reifeprozess nochmals beschleunigt.

Während anderswo in Deutschland manche Maisbestände wegen vielen Regens „abgesoffen“ und vor allem im Osten der Republik Felder schlichtweg vertrocknet seien, habe es im Landkreis Uelzen kaum besser laufen können, weiß Alvermann. Im vergangenen Jahr hatte das späte Frühjahr noch dafür gesorgt, dass der Mais nur zögerlich in die Gänge gekommen war.

Etwas Positives habe die Witterung in diesem Jahr noch mit sich gebracht. „Wir haben in diesem Jahr fast keinen Dreck auf den Straßen, weil es so trocken ist“, sagt der Ebstorfer Landwirt. Denn üblicherweise geht kaum eine Maisernte über die Bühne, ohne dass die Erntefahrzeuge die Fahrbahnen verschmutzen.

Vor diesen und anderen Begleiterscheinungen der Erntesaison warnen die Maisbauern immer wieder. So sollten auch Hundehalter ihre Vierbeiner in der Nähe von Maisfeldern unbedingt anleinen, weil aufgescheuchtes Wild aus den Schlägen flüchten könnte. Auch sollten Eltern ihre Kinder jetzt nicht mehr in den Maisfeldern spielen lassen. „Die Fahrer der Erntemaschinen können sie im Ernstfall nicht rechtzeitig sehen“, warnt Holger Alvermann. „Es sind da mancherorts schon Unfälle passiert, auch mit Jägern“, weiß er und mahnt deshalb zu großer Vorsicht. Das gelte auch für alle Verkehrsteilnehmer – denn die müssten dieser Tage bis in die Dämmerung hinein darauf gefasst sein, dass es bei einer Begegnung mit einem der gigantischen Maishäcksler auf der Straße schon mal eng werden kann.

Von Ines Bräutigam

Kommentare