Nachmittagsbetreuung „KLEXX“ bis Sommer im Mehrgenerationenhaus Ebstorf / Räume gesucht

„Eltern sind noch verunsichert“

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Das Mehrgenerationenhaus ist seit Januar unter neuer Leitung. Die Zukunft der KLEXX-Betreuung ist jedoch noch ungewiss.

Ebstorf. Monatelang erhitzte die ungewisse Zukunft der im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus untergebrachten Nachmittagsbetreuung „KLEXX“ die Gemüter zahlreicher Eltern. Sie sorgten sich um die Betreuung ihrer Kinder.

Aus finanziellen Gründen hatte der Klosterflecken den Vertrag mit dem bisherigen Betreiber, dem Diakoniewerk Jerusalem, nicht verlängert (die AZ berichtete). Seit Mitte Januar hat nun das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Leitung inne. Das KLEXX-Angebot, das vom Diakoniewerk betrieben wird, kann vorläufig bleiben.

„Die Eltern sind immer noch verunsichert“, sagt Joachim Kisker, Geschäftsführer des Diakoniewerkes gegenüber der AZ. Deshalb wolle er einen Elternabend ausrichten, um ihnen ihre Ängste zu nehmen und mögliche Fragen zu klären. Bis zum Ende des Schuljahres könne die Kinderbetreuung in den Räumen des Mehrgenerationenhauses gesichert werden, sagt Kisker. 20 bis 30 Kinder werden täglich in der KLEXX-Gruppe nach der Schule betreut, bei den Hausaufgaben unterstützt und bekommen warmes Mittagessen. Das Mehrgenerationenhaus liegt nur wenige Gehminuten von der Mauritiusschule entfernt. Eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes betreut die Kinder.

Derzeit suche das Werk bereits alternativ nach neuen Räumen, erklärt Kisker. Zugleich betont er, gerne mit „KLEXX“ im Mehrgenerationenhaus bleiben zu wollen. Entsprechende Gespräche zwischen dem neuen Träger und dem Diakonischen Werk müssten jetzt die weitere Form der Zusammenarbeit am Domänenplatz klären, so Kisker.

Rückblick: Das 2010 eröffnete Mehrgenerationenhaus wurde bisher jährlich vom Land Niedersachsen mit Zuschüssen in Höhe von 45 000 Euro bedacht. Das erste Konzept des Diakoniewerkes sicherte die Gelder für das Mehrgenerationenhaus für die ersten beiden Jahre. Ein vom Betreiber erstelltes Folgekonzept fand weder beim Klosterflecken noch beim Ministerium ausreichenden Zuspruch. Alleine konnte Ebstorf die Kosten für das Konzept des Diakoniewerkes nicht stemmen. Der Betreibervertrag wurde daraufhin gekündigt.

Von Melanie Jepsen

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