Eine Vision wurde Wirklichkeit

Vorsitzende Waltraut Hartmann (links) und Geschäftsführerin Ingrid Gierlinger freuten sich über die Granittafel, die Steinmetzmeister Heinz Anacker aus Ebstorf angefertigt hatte.

Ebstorf - Von Meike Bornemann. „Wir freuen uns, dass wir heute unsere neuen Räumlichkeiten einweihen können“, sagte Waltraut Hartmann,Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises Ebstorf (HKE). Seine bisherigen Räumlichkeiten im Untergeschoss des Rathauses in Ebstorf musste der HKE aufgeben, da die Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf diese für das Archiv der Samtgemeinde nutzten muss. „Wir sind auf die Suche gegangen und sind fündig geworden“, berichtete Hartmann. An der Uelzener Straße 1 in Ebstorf hat der HKE sein neues Zuhause gefunden.

Mit einer Feierstunde in den Räumen des Dental-Parks Ebstorf wurden diese ihrer Bestimmung übergeben. Da es sich der Heimat- und Kulturkreis zur Aufgabe gemacht hat, unter anderem kulturelle Besonderheiten der Heimat Ebstorf den Bürgern näher zu bringen, war die Kunstausstellung der Velgener Künstlerin Frauke Thein genau der richtige Rahmen für die Feierstunde. Sie erläuterte den Gästen ihre Werke: „Malen ist ein innerer Prozess. Es kann manchmal einige Wochen dauern, bis ein Bild fertig gestellt ist.“

Weiter ist es dem Kulturkreis ein besonderes Anliegen, Lese- und Gesprächsforen mit heimatbezogenen Themen, insbesondere auf Plattdeutsch, heimatkundliche Exkursionen sowie Besuche regionaler und überregionaler Wirtschaftsbetriebe anzubieten. Dazu gehören auch Studienfahrten mit bedeutendem kulturellem und historischem Hintergrund, Theaterbesuche und Konzerte, der Besuch von Ausstellungen verschiedener Kunstrichtungen, insbesondere heimatlicher Künstler.

Für die Feierstunde hatte der HKE einen besonderen musikalischen Rahmen gewählt. Die Uelzener Musikschülerinnen Anna Mengel (16) am Klavier und Paula Mengel (14) an der Geige bewiesen mit Stücken von Chopin, Pauline Viartot und Rachmaninov eindrucksvoll ihr Können. Mit lang anhaltendem Applaus wurden sie für ihren musikalischen Ohrenschmaus belohnt.

Die neuen Räumlichkeiten des Kulturkreises wurden ausschließlich durch Spenden finanziert. „Wir sind sehr glücklich, dass wir diese Unterstützung seitens der Ebstorfer Geschäftswelt und der Ebstorfer erfahren durften“, sagte Hartmann. Die Räumlichkeiten an der Uelzener Straße 1 haben eine Größe von 35 Quadratmetern, das in hellen und freundlichen Farben eingerichtete Büro umfasst 16 Quadratmeter.

„Wir hoffen, dass unsere Mitglieder oft den Weg zu uns finden“, sagte Beiratsmitglied Eckart Gierlinger, der maßgeblich an den Arbeiten beteiligt war. Eine vom Steinmetzmeister Heinz Anacker in Granit gemeißelte Tafel wird noch an der Eingangstür des Büros angebracht.

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