„Ein Platz für Jung und Alt“

Ebstorfer Sportanlage an der Stadionstraße wird Mehrgenerationen-Sportpark

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Auf der Sportanlage an der Ebstorfer Stadionstraße läuft die Jugend um die Wette. Bald sollen auch Senioren die Anlage noch besser nutzen können. Sie wird zu einem Mehrgenerationensportpark ausgebaut.

Ebstorf. Auf dem Sportplatz an der Stadionstraße in Ebstorf sollen laut TuS-Vorsitzendem Heiko Senking bald die Zäune fallen. Die Sportanlage mit Fußballplatz, Kleinfeld und Tartanbahn soll zu einem Mehrgenerationensportpark ausgebaut werden.

Hierfür bekommt der Klosterflecken jetzt erste Mittel aus der Leader-Förderprogramm, informiert Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf.

Vorerst würden in diesem Jahr 120 000 Euro aus Mitteln der Förderung und des Klosterfleckens auf dem Sportplatz investiert. Insgesamt sei ein Fördervolumen von bis zu zwei Millionen Euro über die nächsten Jahre möglich, so Oelstorf.

„Wir wollen einen zentralen Platz für Jung und Alt schaffen“, erklärt Senking. Er habe nicht lange gezögert, als der Gemeindedirektor mit der Idee eines Mehrgenerationensportparks an ihn herangetreten sei. Der Verein trage eine gesellschaftliche Verantwortung und habe sich Integration auf die Fahnen geschrieben. „So ein Park entspricht also genau unseren Zielen“, so Senking, der das Konzept für den Mehrgenerationenplatz entwarf. Eines der Ziele: Alte Leute aus ihrer Isolation holen und ihnen eine Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Generationen geben. Außerdem sei der Platz eine Möglichkeit, die Integration der Flüchtlinge zu fördern.

Doch nicht nur die Alten sollen von dem Mehrgenerationensportpark profitieren, sondern auch die Jungen. Da das Gelände in unmittelbarer Nähe zur Ebstorfer Oberschule liegt, werde man mit der Oberschule kooperieren, sodass die Schüler die Anlage in Zukunft besser nutzen können. Dazu sollen Zäune und andere Absperrungen abgebaut werden. „Wir wollen einen Ort, wo den ganzen Tag über Leben ist“, beschreibt Senking das Ziel. Dies werde auch durch die strategisch günstige Lage in der Nähe des Ortszentrums begünstigt.

„In einem ersten Schritt werden die Fitnessgeräte für Senioren aufgestellt“, informiert Oelstorf, der die Idee zu dem Projekt bei einem Spaziergang im Urlaub bekam. Dort habe er gesehen wie viele ältere Urlauber solche Geräte nutzen. „Da habe ich mir gesagt: ,Das können wir auch in Ebstorf machen‘“, erklärt er.

Geplant sind unter anderem noch eine Skaterbahn, ein W-LAN-Netz auf der gesamten Sportanlage, der Einbau von barrierefreien Duschen im Sportheim sowie ein Catering.

Von Lars Lohmann

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