Verfahren eingestellt: Explosion ist Grund für das Feuer im Bevenser Parkhotel, bei dem ein 94-Jähriger starb

E-Bike-Akku löste Brand aus

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Im Mai brannte das Obergeschoss des Parkhotels aus: Seitdem ist das Drei-Sterne-Haus nahe des Kurzentrums geschlossen.

Bad Bevensen. Ein Fahrrad-akku hat das Feuer im Bad Bevenser Parkhotel ausgelöst, bei dem Anfang Mai ein 94-jähriger Gast starb. Das bestätigt Angelika Klee, Pressesprecherin der Lüneburger Staatsanwaltschaft.

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Sie beruft sich auf ein technisches Gutachten, in dem Sachverständige die Akku-Explosion als Brandursache feststellen. Wahrscheinlich sei ein Produktionsfehler, der nicht genauer bestimmt werden kann, weil der Akku zu stark zerstört wurde. Entscheidend sei jedoch, dass der Produktionsfehler laut Gutachten nicht vorhersehbar gewesen sei, so Klee. Der Vorwurf der Fahrlässigkeit könne demnach nicht bestätigt werden. „Darum muss man von einem Unglücksfall ausgehen“, so Klee. „Das Verfahren ist damit strafrechtlich abgeschlossen.“

Zivilrechtlich könnte es allerdings weitergehen: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Parkhotel-Inhaber Michael Schwarz hatte bereits wenige Tage nach dem Brand vermutet, dass eine Fahrrad-Akku-Explosion Keimzelle des Unglücks war, bei dem nicht nur ein Gast verstarb, sondern das gesamte Obergeschoss des 31-Betten-Hauses zerstört wurde. Trotz der neuen Gewissheit, wird er künftig Elektro-Bikes nicht verbieten.

Von Wiebke Brütt

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