Umgestaltung des Ebstorfer Klostervorplatzes: Das erste Drittel ist geschafft

Auf dem Catwalk zum Kloster

Das Gesicht des Klostervorplatzes hat sich vollkommen geändert. Helle Granitsteine sollen Besucher künftig von einem Platz zum anderen – und somit auch zum Kloster – führen.

Ebstorf. Wie ein Catwalk zieht sich der helle Weg durch das Pflaster. Auffallend und einladend. Der Weg soll künftig Ebstorfer Klostervorplatz, Domänenplatz und den Kirchplatz optisch miteinander verbinden, barrierefreien Zugang ermöglichen.

Der Klostervorplatz macht den Anfang. „Die sind gerade kräftig am Pflastern“, formuliert Wilhelm Oelstorf die Fortschritte auf dem Klostervorplatz. Mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten ist Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf zufrieden. Etwa ein Drittel der Umgestaltungsmaßnahme sei bereits geschafft, der komplette Platz soll bis Ende September fertig sein.

An der Klosterkirche nimmt das Pflaster bereits Gestalt an. Dort lässt sich erahnen, wie der Platz später aussehen wird.

Untergrund- und Entwässerungsarbeiten haben die Fachleute am Klostervorplatz bereits umgesetzt. Ein Teil der Klostermauer wurde saniert, die ersten Bänke wurden aufgestellt. „Das ist eine optisch gute Lösung“, bilanziert Oelstorf auf AZ-Nachfrage. „Das Kloster wird unheimlich gewinnen: Der Baukörper wird gewaltig wirken, bisher war ja ein Teil des Gebäudes durch große Kastanien verdeckt.“ Ob die verbauten Materialien neben optischen Maßstäben auch dem Praxistest standhalten, wird die Zeit zeigen. Immerhin wird das Gebiet multifunktional genutzt: die Schüler der Mauritiusschule verbingen in unmittelbarer Nähe zum Klostervorplatz ihre Pausen. Oelstorf: „Ein Teil des Platzes für die Schule ist schon fertig. Und so wie ich höre, ist die Schule mit dem Volleyballfeld sehr zufrieden.“ Der Schulinnenhof soll bis zum Ende der Sommerferien komplett hergerichtet sein. Bis die Arbeiten beendet sind, müssen sich Besucher von Schule, Kloster und Domänenplatz noch auf Behinderungen einstellen. Die Baustelle wird über den Domänenplatz angefahren, was dort zu einer eingeschränkten Nutzung führen kann.

Die Umgestaltung des Klostervorplatzes ist Teil des groß angelegten Sanierungsprogramms Klosterquartier, bei dem unter anderem Klostervorplatz, Kirchplatz und Domänenplatz im Ortskern Ebstorfs neu gestaltet und somit optisch miteinander verbunden werden. Helle Granitplatten werden verlegt, und aus drei Plätzen soll durch zwei Meter breite Gehbänder eine gehbehindertengerechte Einheit entstehen. Bis 2025 soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein. Ein Drittel der Investitionen trägt der Flecken Ebstorf. Zwei Drittel der voraussichtlichen Kosten von rund 3,9 Millionen Euro werden durch das Landesprogramm übernommen.

Von Wiebke Brütt

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