„Brennpunkt Libellengrund“

Nur das Gestell steht noch: Die Tischtennisplatte auf dem Spielplatz am Libellengrund wurde probeweise abgebaut.

Ebstorf - Von Wiebke Brütt. Jugendliche brauchen Plätze, an denen sie sich verwirklichen und ausleben können – darüber ist man sich auch in Ebstorf klar. Ein runder Tisch sollte helfen, die Bedürfnisse der jungen Leute und die Erwartungen der Erwachsenen unter einen Hut zu bekommen (die AZ berichtete). Während Politik und Verwaltung noch auf Vorschläge einiger junger Ebstorfer wartet, die sich Gedanken über die Ausgestaltung eines Unterstandes im Domänenpark machen wollten, toben sich andere an neuer Stelle aus. „Wir haben wieder einmal mehrere Brennpunkte hier“, erklärte Gemeindedirektor Torsten Wendt auf der jüngsten Sitzung des Familienausschusses des Klosterflecken.

Einer dieser „Brennpunkte“ ist der Spielplatz am Libellengrund. Regelmäßig rücken Mitarbeiter des Bauhofes aus, um das Gelände vom Müll und Unrat durchgefeierter Nächte zu befreien. „Da wurden zum Teil Glasflaschen direkt an der Tischtennisplatte zerschlagen. Die Scherben bleiben liegen“, schildert der Verwaltungschef nur einen Missstand.

Eben diese Tischtennisplatte war auch Thema in der jüngsten Bauausschussitzung. Hier sprachen sich die Politiker dafür aus, die Platte probeweise abzubauen und das Geschehen auf dem Spielplatz weiter zu beobachten. „Die sollen gerne feiern. Aber wenn sich das in Richtung Zerstörungswut entwickelt, sind auch Hinweise von Anwohnern an die Polizei berechtigt“, sagte Torsten Wendt.

Eine Lösung, mit der dieser Entwicklung begegnet werden kann, hatte noch kein Ausschussmitglied parat. Heiko Senking (UWE) appellierte an Verwaltung und Politik die Jugendlichen ernst zu nehmen und sie Verantwortung übernehmen zu lassen. „Was wir auch machen, es sollte unter der Überschrift, fördern und fordern stehen. Nur wenn die Jugendlichen Eigeninitiative zeigen, wird sich etwas ändern.“

Auf ein positives Beispiel jugendlichem Engagements wies Ratsfrau Anke Preiß (CDU) hin. „Die Jugendgruppe in Altenebstorf, das ist eine tolle Truppe. Die übernehmen Verantwortung und sind damit echte Vorbilder.“

In Ebstorf gibt es immer wieder Probleme, weil Jugendliche einen Platz vermissen, an dem sie sich treffen können. Darum müssen Spielplätze und in der Vergangenheit auch der so genannte Affenfelsen als Ort zum Feiern und Abhängen herhalten – nicht immer zur Freude der Anwohner.

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