Auswirkungen der Silvesternacht: Unterlagen verbrennen in Wriedeler Briefkasten

Böller sprengen Wahlkarten

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Doris Rahn konnte gestern nur noch Asche aus dem Briefkasten fegen.

Wriedel. Eine böse Überraschung erlebte Doris Rahn, Mitarbeiterin der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, als sie gestern Morgen in das Bürgerbüro in Wriedel kam. „Die haben versucht, unseren Briefkasten zu sprengen“, berichtet sie kurze Zeit später noch immer fassungslos.

Dem robusten Postbehälter der Gemeinde konnte der Anschlag aus der Silvesternacht zwar äußerlich nicht viel anhaben, seinen Inhalt zerstörte er jedoch fast vollständig: Zwei beschädigte Papiere und einen Haufen Asche fegte die Verwaltungsmitarbeiterin aus dem Postkasten. Das Dilemma: „Wir sammeln in dem Kasten die Wahlbenachrichtigungskarten, mit denen die Einwohner ihre Unterlagen für die Briefwahl anfordern“, erklärt Rahn. „Zwei Karten konnten wir retten, aber wir wissen ja gar nicht, wie viele Karten da über die Feiertage hineingeworfen worden sind. “ Und auch Lothar Jessel, Leiter des Ordnungsamtes der Samtgemeinde, bestätigt die verzwickte Situation: „Das ist eine ganz blöde Geschichte. “ Er bittet nun darum, dass Einwohner der Samtgemeinde, die ihre Briefwahlunterlagen durch den Einwurf im Wriedeler Gemeindekasten anfordern wollten, in den kommenden Tagen besonders aufmerksam sind: Wenn die Briefwahlunterlagen bis Mitte kommender Woche nicht in das Haus flattern, mögen sich die Betroffenen beim Bürgerservice der Samtgemeinde im Ebstorfer Rathaus unter der Telefonnummer (0 58 22) 4 22 18 melden. Jessel: „Wir werden dann natürlich intern sicherstellen, dass keine Unterlagen doppelt rausgehen. “.

Grundsätzlich nehme der Anteil an Einwohnern, die die Briefwahl nutzen, stetig zu. Jessel rechnet auch bei dieser Landtagswahl mit etwa 3000 Briefwählern, das entspricht etwa 20 Prozent der 22 000 Wahlberechtigten der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Von Wiebke Brütt

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