Rat Schwienau will Eichen auf mehrere Standorte verteilen

30 Bäume als Wiedergutmachung

Ärger beim Spaziergang: Im Februar bemerkte Schwienaus Bürgermeister Gustav Müller die gefällten Bäume. Archivfoto: Ph. Schulze

Schwienau. Wo sollen die Eichen hin? Diese Frage beschäftigte den Rat der Gemeinde Schwienau auf seiner vergangenen Sitzung. Denn die Rede war nicht etwa von fünf Bäumen, für die ein Standort gefunden werden musste – 30 Eichen brauchen einen Platz.

Die Bäume sind eine Wiedergutmachung des Landwirtes Ingo von Meltzing. Der hatte Anfang des Jahres nämlich eigenmächtig 15 Bäume, die zwischen 50 und 150 Jahre alt waren, gefällt. Das Problem an der Sache: Von Meltzing war davon ausgegangen, die Bäume stehen auf seinem Grundstück. Eigentlich waren die Pflanzen aber Gemeindeeigentum. Eine Anzeige war die Folge (die AZ berichtete).

In Gesprächen zwischen Landwirt und Gemeinde einigte man sich auf eine für den Melzinger Landwirt kostspielige Lösung: Als Ersatz für die gefällten Bäume am Frachtweg zwischen Melzingen und Bohlsen muss er 30 neue Bäume pflanzen lassen und die Kosten für die Pflege der Bäume 20 Jahre lang übernehmen.

Doch wo sollen die 30 Eichen stehen? „Zuerst müssen wir uns überlegen, ob wir eine Allee an einer landwirtschaftlichen Fläche wollen oder die Bäume auf verschiedene Standorte verteilen wollen. Sie könnten zum Beispiel unseren Dorfplatz verschönern“, erklärte Bürgermeister Gustav Müller. „Die Bäume werden schon eine gewisse Größe haben.“

Angesichts einer Eichenallee hielt sich die Begeisterung vor allem bei den Landwirten, die sich unter den Zuhörern im voll besetzten Stadorfer Feuerwehrgerätehaus befanden, in Grenzen. Sie beklagten zudem, dass schon jetzt an der Barnser Straße Bäume ihre Sicht behindern würden, wenn sie mit ihren Landmaschinen unterwegs seien. Dieses Thema wird nach einer Ortsbesichtigung in einer kommenden Ratssitzung nochmals aufgegriffem.

Verschiedene Standorte, lautete schließlich die Version, auf die sich die Ratsleute für die 30 Eichen einigen konnten – wo genau, bleibt zu klären.

Von Wiebke Brütt

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