Sanierung des Ebstorfer Domänenplatz verzögert sich um einige Wochen

Sanierung des Ebstorfer Domänenplatz verzögert sich um einige Wochen

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Vor dem Ebstorfer Mehrgenerationenhaus am Domänenplatz werden gerade die Natursteine verlegt. Die Arbeiten sind drei bis vier Wochen in Verzug. Zudem wird der Bau teurer als geplant.

Ebstorf. Die Arbeiten am Ebstorfer Domänenplatz gehen voran. Vor dem Mehrgenerationenhaus werden Steine gesetzt, große Teile des Platzes sind bereits gepflastert. Doch die Arbeiten gehen nicht so schnell voran wie anvisiert.

Momentan liegt man drei bis vier Wochen hinter dem Zeitplan, informierte jüngst Bevensen-Ebstorfs Bauamtsleiter Roland Klewwe die Mitglieder des Ebstorfer Bauausschusses. Ursprünglich sollte der Domänenplatz Mitte Oktober im neuen Glanz erstrahlen. Jetzt wird es wohl Mitte bis Ende November. Außerdem werden die Arbeiten mehr kosten als die ursprünglich eingeplanten rund 1,6 Millionen Euro.

„Allein für die Umfahrung fallen Mehrkosten von 85 000 Euro an“, berichtete Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf dem Gremium. Wie viel mehr die Arbeiten am Herzstück des Klosterfleckens endgültig kosten werden, sei noch nicht abzusehen. Aber es gebe einige Nachträge, die höher seien als ursprünglich erwartet, sagte Klewwe. Erst wenn diese alle eingegangen und bewertet seien, lasse sich die Kostensteigerung genau beziffern. Da die 1,6 Millionen Euro im Jahr 2010 kalkuliert worden waren, sei außerdem mit Kostensteigerungen durch Inflation und höhere Preise zu rechnen, erklärt Thorsten Brinck, stellvertretender Bauamtsleiter.

Die Verzögerungen im Bau haben mehrere Gründe. So kamen die gebrauchten Pflastersteine erst nach mehrwöchiger Verspätung in Ebstorf an und führten genauso zu Verzögerungen wie Vandalismus an der Baustelle. Immer wieder wurden Borde umgeworfen und zum Teil die Arbeit eines ganzen Tages zunichte gemacht (AZ berichtete). Auch mussten mehr Bäume als geplant gefällt werden. Doch vor allem der geschichtsträchtige Baugrund sorgte für Verzögerungen. Leitungen und Anschlüsse lagen nicht dort, wo sie ursprünglich sein sollten, und mussten mit großem Aufwand gesucht werden. So wurden Nebelmaschinen eingesetzt, um jedem Anschluss ein Gebäude zuordnen zu können. „Das waren alles kleinere Verzögerungen, die sich summiert haben“, sagt Klewwe auf AZ-Nachfrage. Auf altem Baugrund sei immer mit unplanbaren Dingen zu rechnen. Der Bauamtsleiter erklärt: „Insgesamt sind aber bei solch einer komplexen Baumaßnahme drei oder vier Wochen Verzögerung sehr wenig.“ Die Arbeiten auf dem Domänenplatz seien auf jeden Fall vor Einbruch des Winters beendet.

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