Niedersachsens Sozialministerium genehmigt Zuschüsse für Klosterquartier

600 000 Euro für Ebstorf

So könnte der Klostervorplatz bald aussehen: Große in das neue sandfarbene Pflaster eingelassene Platten sollen Besucher barrierefrei über Klostervorplatz, Kirch- und Domänenplatz leiten. Derzeit wird vor dem historischen Kloster gearbeitet. Grafik: Baumamt 

Ebstorf/Hannover. Für die Sanierung des Klosterquartiers Ebstorf sind nun weitere Fördergelder bereitgestellt. „Das Niedersächsische Sozialministerium hat erneut 600 000 Euro bewilligt“, erklärt Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer.

Die Gelder stammen aus Landes- und Bundesmitteln für das Landesprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. 2009 wurde es im Rahmen der Städtebauförderung ins Leben gerufen. „Das Klosterquartier in Ebstorf wurde von Beginn an in das Programm aufgenommen. In den ersten beiden Jahren flossen jeweils 200 000 Euro, 2011 wurden 600 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Mit der jüngsten Entscheidung im Sozialministerium gibt es diesen Betrag auch in diesem Jahr. Damit beläuft sich die bisherige Förderung bereits auf 1,6 Million Euro und das Vorhaben kann zügig vorangehen“, sagt Hillmer zur Zusage aus Hannover. Das Maßnahmenpaket „Klosterquartier“ umfasst Sanierungsmaßnahmen an Klostervorplatz, Kirchplatz und Domänenplatz im Ortskern Ebstorfs. Auch Arbeiten an der Klostermauer und dem historischen Ortseingang sollen angepackt werden. Die ersten Arbeiten am Klostervorplatz in Ebstorf werden bereits angegangen – seit vergangener Woche rollen die Bagger über das Gelände. Der Klostervorplatz und auch der Domänenplatz, über den der Baustellenverkehr abgewickelt wird, können derzeit nur eingeschränkt genutzt werden. Eine neue Pflasterung soll künftig die drei großen Plätze im historischen Ortskern miteinander verbinden.

Bis 2025 soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein. Ein Drittel der Investitionen trägt der Flecken Ebstorf. Zwei Drittel der voraussichtlichen Kosten von rund 3,9 Millionen Euro werden durch das Landesprogramm übernommen.

In der diesjährigen Förderrunde flossen zur Bewahrung historisch wertvoller Innenstädte und Ortszentren über das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ 8,3 Millionen Euro für 17 Maßnahmen in ganz Niedersachsen.

Von Wiebke Brütt

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