„Ey Digga,...

. . . rück mal die Kippe rüber!“ Dass unter Jugendlichen ein rauer Umgangston herrscht, ist kein Geheimnis. Für den Uhlenköper schwer nachvollziehbar. Seine Kinder wüssten sich zu benehmen, prahlte er stets. Bis er kürzlich ein Telefonat seines Ältesten aufgeschnappt hat.

Darin bittet dieser seinen „Kollegen“ um „Kohle“ , weil sein „Alter“ mal wieder „nichts locker macht“. So alt sei er nun auch wieder nicht, stellt der Uhlenköper beleidigt fest. Was überwiegt, ist jedoch die Sorge: Haarsträubende Geschichten von Aufsätzen und Vorstellungsgesprächen im Jugend-Jargon malt der Familienvater sich aus. Oder liegt die Kunst nur darin, klar zwischen Freundeskreis und Öffentlichkeit zu unterscheiden? Uhlenköper-Junior scheint das zu beherrschen: Kaum ist das Telefonat beendet, entschuldigt er sich höflichst für seine Verspätung am Mittagstisch. Verwirrend findet das.

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